Asbest-Gefahr an Kita: Stadt Grevenbroich informiert nächste Woche

Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Grevenbroich-Wevelinghoven: Asbest-Gefahr: Analyse liegt vor

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf, wartet aber auf Bewertung des Kreises.

Zu der Frage, ob auf dem Gelände der Kita „Wirbelwind“ an der Poststraße bei Abrissarbeiten nebenan Asbest freigeworden ist, soll es in der kommenden Woche Klarheit geben. Die Stadt will in der ersten Wochenhälfte über die Ergebnisse der Analyse von Proben, die auf dem Kindergarten-Areal entnommen wurden, informieren. Das kündigte am Freitag Stadtsprecher Stephan Renner auf Anfrage der NGZ-Redaktion an. „Aus unserer Sicht gibt es keinen Handlungsbedarf, aber wir wollen das Ergebnis zunächst durch das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss bewerten lassen und dann umfassend informieren. Wir möchten eine letzte Absicherung“, erklärte Renner.

Im Dezember herrschte Aufregung bei Kita-Eltern: Sie befürchten, dass beim Abriss einer früheren Gaststätte neben der Kindertagesstätte Asbest freigeworden ist. Der Abrissunternehmer bestätigte, dass asbesthaltige Platten demontiert worden seien, diese seien fachgerecht entsorgt worden. Der Rhein-Kreis Neuss sah keinen Grund zur Beanstandung.

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Doch die Eltern wurden weiter aktiv. Abbruchstücke seien im Kita-Sandkasten gefunden worden, eines sogar in der Hosentasche eines Kindes. Eltern ließen eine Probe des Materials analysieren, laut Laborergebnis habe es die Asbestart Chrysotil enthalten. Auch die Stadtverwaltung nahm, wie Rathaussprecher Stephan Renner erläutert, zehn Proben aus dem Boden und vom Sand auf dem Kita-Gelände und schickte sie zur Analyse nach Mönchengladbach. Zudem sei eines von mehreren eingesammelten Zementplattenstücken untersucht worden. Diese seien auf dem Kita-Gelände, allerdings im gesperrten Bereich hinter dem für den Abriss aufgestellten Bauzaun, gefunden worden. „Wir nehmen die Sorgen ernst, aber nach den vorliegenden Erkenntnissen besteht keine Gefahr für die Gesundheit“, sagt Renner.

Auf das Ergebnis müssen die Kita-Eltern bis nächste Woche warten, Forderung zum Schutz der Kinder gibt es aber bereits. Wie Annemarie Adams-Janssen und Christina Heine erklären, müsse das Kindergarten-Gelände gereinigt und das Material im Sandkasten ausgetauscht werden. Zudem müsse der Bauzaun zwischen Kita und Baustelle verbessert werden.

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