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Grevenbroich: Ansturm auf Ogata stellt Stadt vor Probleme

Grevenbroich : Ansturm auf Ogata stellt Stadt vor Probleme

Die Schülerzahlen sinken – gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Betreuung im offenen Ganztag (Ogata) in Grevenbroich "Ich gehe davon aus, dass der Bedarf noch weiter zunehmen wird", sagt Stadtjugendpfleger Wolfgang Hufendiek.

Die Schülerzahlen sinken — gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Betreuung im offenen Ganztag (Ogata) in Grevenbroich "Ich gehe davon aus, dass der Bedarf noch weiter zunehmen wird", sagt Stadtjugendpfleger Wolfgang Hufendiek.

Zwei aktuelle Beispiele: die katholische Grundschule an der Graf-Kessel-Straße und die Erich-Kästner-Schule in Elsen. Damit werden sich heute die Jugendpolitiker im Ausschuss beschäftigen.

Der Ansturm auf die Ogata zwingt die Stadtverwaltung zu einem Spagat: Zum einen beträgt das Etatdefizit 55 Millionen Euro, zum anderen müsste Geld in den Ausbau dieser freiwilligen Leistung investiert werden.

Beispiel Erich-Kästner-Schule: "Hier können wir die steigende Nachfrage lösen, da wir andere Räume nutzen können", sagt Wolfgang Hufendiek.

Beispiel katholische Grundschule Graf-Kessel-Straße: Hier war im August 2011 eine vierte Ogata-Gruppe eingerichtet worden; zuvor hatten Eltern sich massiv dafür eingesetzt und auch Unterschriften gesammelt. Das generelle Problem dieser Grundschule: Jeder Raum wird genutzt, eine eigene Aula oder Turnhalle fehlt. Für die neue Gruppe sollte ein Raum in der Kita Hartmannsweg genutzt werden — in der Praxis war dieser Plan nicht so einfach umzusetzen. Deshalb soll jetzt nach einer anderen Lösung für die Betreuung gesucht werden.

Zwei Varianten sind möglich. Die teure: der Ausbau des Schulgebäudes. Die Kosten schätzt Hufendiek "zwischen 400 000 und 500 000 Euro". Aber: "Dazu fehlt das Geld", macht der Stadtjugendpfleger klar. Die günstige: Auf dem Pausenhof wird für die vierte Gruppe ein Container aufgestellt. "Dies ist deutlich billiger als ein Ausbau des Gebäudes, aber nicht ideal, da der Hof nicht groß ist", meint Hufendiek. Ein Vorteil: Würde im kommenden Schuljahr eine fünfte Gruppe starten, könnte ein Doppelcontainer errichtet werden. In einer Sondersitzung von Jugendhilfe- und Schulausschuss soll über die Ogata Mitte März diskutiert werden.

(NGZ/rl)