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Grevenbroich: Anlieger sollen für mehrere Straßensanierungen zahlen

Grevenbroich : Anlieger sollen für mehrere Straßensanierungen zahlen

In den vergangenen Monaten haben Anliegerbeiträge bei Straßenerneuerungen wiederholt für Kritik und Diskussion gesorgt. Betroffen sind unter anderem die Turmstraße und die Straße Zur Hammhöhe in Gindorf.

Für die Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag (18 Uhr im Bernardussaal) hat die Stadt eine Liste mit 2018 anstehenden Bauvorhaben in Gindorf, Elsen und Neuenhausen vorgelegt, für die Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz zu erheben seien.

Das gilt etwa für Teile der Turmstraße und der Straße Zur Hammhöhe in Gindorf. Von den 160.000 Euro Gesamtkosten für Sanierung und Verkehrsberuhigung sollen die Anlieger 80 Prozent tragen. Betroffene protestieren, sie sehen für sich keinen Nutzen, statt der Sanierung reiche eine neue Fahrbahndecke. Auch die Beitragsberechnung unter anderem nach Grundstücksgröße wird kritisiert.

Auf der Liste steht ebenso die Willibrordusstraße (Hausnummer 1 bis 15). Laut Verwaltung hatten Anwohner sich über den schlechten Zustand des durch Wurzeln in Mitleidenschaft gezogenen Gehweges beschwert. 50.000 Euro kostet die Erneuerung. Der größte Gesamtbetrag fällt 2018 auf der Königstraße in Elsen an, dort soll zwischen Stephanstraße und Düsseldorfer Straße nach dem Kanalbau der Wirtschaftsbetriebe die Fahrbahn erneuert werden.

Rund 240.000 Euro muss die Stadt für die Straße zahlen, beziehungsweise zum beträchtlichen Teil eben Anlieger. Der erste Bauabschnitt bis zur Stephanstraße sorgte für Verärgerung, Anlieger monierten, sie hätten nicht von der Stadt, sondern aus der Zeitung erfahren, dass sie zahlen müssen. Im Bauausschuss forderte die CDU die Verwaltung auf, Angaben über die Zahl der Betroffenen und die Kosten für den einzelnen zu machen.

Dies fordert sie auch von den nun anstehenden Straßen. "Wir begrüßen es, dass die Stadt jetzt eine Liste vorlegt, an welchen Straßen Anlieger betroffen sein werden", erklärte CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser vor der Sitzung am Donnerstag. "Aber wir möchten auch künftig Angaben, wie hoch die individuelle Belastung für die Grundstückseigentümer ist.

(cso-)