Das beliebte Ausflugsziel wird weiterhin geöffnet bleiben: Angler retten Schneckenhaus vor Schließung

Das beliebte Ausflugsziel wird weiterhin geöffnet bleiben : Angler retten Schneckenhaus vor Schließung

Das Schneckenhaus muss nicht schließen. Diese gute Nachricht konnten am Donnerstag Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann und Norbert Wolf, Umweltschutzbeauftragter der Stadt, bekannt geben. Möglich wird dies durch das ehrenamtliche Engagement des Angelvereins Grevenbroich. Die Mitglieder um den Vorsitzenden Heinz-Jürgen Schulze werden ab Mai für offene Türen in dem beliebten Ausflugsziel sorgen. Hilfe für das Schneckenhaus bieten jetzt die Mitglieder des Angelvereins Grevenbroich an: Die 140 Mitglieder um den Vorsitzenden Heinz-Jürgen Schulze (l.) übernehmen zeitweise die Aufsicht. Zufriedene Gesichter über dieses ehrenamtliche Engagement auch beim Beigeordneten Werner Hoffmann und Umweltbeauftragten Norbert Wolf. NGZ-Foto: L. Berns

Das Schneckenhaus muss nicht schließen. Diese gute Nachricht konnten am Donnerstag Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann und Norbert Wolf, Umweltschutzbeauftragter der Stadt, bekannt geben. Möglich wird dies durch das ehrenamtliche Engagement des Angelvereins Grevenbroich. Die Mitglieder um den Vorsitzenden Heinz-Jürgen Schulze werden ab Mai für offene Türen in dem beliebten Ausflugsziel sorgen. Hilfe für das Schneckenhaus bieten jetzt die Mitglieder des Angelvereins Grevenbroich an: Die 140 Mitglieder um den Vorsitzenden Heinz-Jürgen Schulze (l.) übernehmen zeitweise die Aufsicht. Zufriedene Gesichter über dieses ehrenamtliche Engagement auch beim Beigeordneten Werner Hoffmann und Umweltbeauftragten Norbert Wolf. NGZ-Foto: L. Berns

Zum Hintergrund: Das Schneckenhaus war von der teilweisen Schließung bedroht. Das "Bundesamt für Zivildienst" hatte angekündigt, nicht genügend Zivildienstleistende für die beliebte Grevenbroicher Einrichtung zuweisen zu können - ab Mai wäre es damit zu gravierenden personellen Engpässen gekommen. Die einzige Lösung wäre eine zeitweise Schließung an den Wochenenden und Feiertagen gewesen. Doch soweit wollte es die Stadt Grevenbroich nicht kommen lassen. "Wir haben im Umweltausschuss einen lauten Hilferuf gestartet", sagt Technischer Beigeordneter Hoffmann.

Norbert Wolf hatte dort seine Idee vorgestellt, Ehrenamtliche an Bord des Schneckenhauses zu holen - Schulen, an Naturschutz interessierte oder Vereine. Und dieser Hilferuf traf nicht auf taube Ohren - ganz im Gegenteil. "Wir waren überrascht von den zahlreichen Anrufen und Angeboten zur Unterstützung, die wir innerhalb von wenigen Tagen erhalten haben", so Hoffmann und Wolf. Zu den engagierten Ehrenamtlern, die zum Telefon griffen, gehörte auch Heinz-Josef Schulze, Vorsitzender des Angelvereins Grevenbroich. "Als ich in der Zeitung von der drohenden Schließung des Schneckenhauses gelesen habe, habe ich mir gedacht: Das darf nicht passieren", so der 55-Jährige.

Der Angler griff nochmals zum Telefon - und hörte, dass seine Vereinskollegen auch dieser Meinung waren. Schließlich bestehen zwischen dem Verein und dem Schneckenhaus seit vielen Jahren gute Kontakte. "Wir sehen das so: Man kann nicht immer nur erwarten, dass die Stadt etwas tut", sagt Heinz-Jürgen Schulze. "Manchmal muss man auch selbst aktiv werden." Und genau das werden er und seine Kollegen ab Mai tun. Ansprechpartner für die Besucher sein, darauf achten, dass alles seine Ordnung hat - das werden die Angler an Wochenenden und Feiertagen tun, wenn sie ihren "Dienst" im Schneckenhaus beginnen.

"Die Fütterung der Tiere überlassen wir natürlich den Fachleuten", sagt Schulze. "Wir sind dann einfach da." Die Dienstpläne für den Mai sind bereits komplett, und für Juni gibt es nur noch wenig freie Termine. "Auch in Sachen Versicherung und Haftpflicht ist für uns alles geklärt", so Schulze. Bei den Vertretern der Stadt gab es bei so viel Tatkraft nur zufriedene Gesichter. Denn auch eine nur zeitweises "Aus" für das Schneckenhaus hätte unter Umständen schwere Folgen gehabt, sind Technischer Beigeordneter Hoffmann und Umweltschutzbeauftragter Wolf überzeugt: "Bei schönen Wetter haben wir 200 bis 300 Leute auf dem Gelände. Wenn hier einmal zu ist, wird es schwierig, sie wieder für die Einrichtung zu interessieren."

(NGZ)
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