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An Vollrather Höhe: Sanierung von Grevenbroicher „Geister-Brücke“ erst im Herbst​

Riesiges Holzkonstrukt an Vollrather Höhe : Sanierung von Grevenbroicher „Geister-Brücke“ erst im Herbst

Die wohl größte Holzbrücke der Stadt ist marode und seit bald zwei Jahren gesperrt. Welche Arbeiten verrichtet werden müssen und für wann genau der Baubeginn geplant ist.

Die hölzerne Brücke, die in 14 Metern Höhe am Fuße der Vollrather Höhe bei Frimmersdorf über die Schienen der Kohlebahn führt, ist seit zwei Jahren ein Sanierungsfall: Der Bohlenbelag, das Tragwerk, die Unterkonstruktion – alles marode. Zu diesem Ergebnis ist ein Ingenieurbüro gekommen, das die Brücke genau unter die Lupe genommen hatte. Nach der Untersuchung wurde das Bauwerk mit einer Spannweite von nicht weniger als 66 Metern im Herbst 2020 gesperrt. Seitdem erobert die Natur das Konstrukt, das aus dem Jahr 1981 stammt.

Seit fast zwei Jahren hat sich an der Brücke augenscheinlich nichts getan. Die Geländer sind von Moos bedeckt, beide Zugänge versperrt. Dabei hatten die Grevenbroicher Baupolitiker bereits im Mai 2021 entschieden, dass die Überquerung für 170.000 Euro saniert werden soll. Das ist nun mehr als 13 Monate her, inzwischen ist die verlassene Brücke zu einem „Geister-Bauwerk“ geworden, über das kein Wanderer mehr spaziert und kein Radfahrer rollt.

Es wird wohl auch noch eine Zeit dauern, bis Arbeiter die Brücke aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. „Die Sanierung ist für Oktober/November 2022 geplant“, schreibt Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen auf Anfrage unserer Redaktion. „Zurzeit bereiten die Stadtbetriebe Grevenbroich AöR in Abstimmung mit RWE die Ausschreibung vor.“ RWE-Sprecher Guido Steffen bestätigt entsprechende Gespräche, ein Termin sei aber noch nicht bekannt. Für die Arbeiten müsse die Bahntrasse unter der Brücke kurzzeitig gesperrt werden.

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Ziel der Arbeiten ist, die Lebensdauer des Bauwerks um 15 bis 20 Jahre zu verlängern. Zum Vergleich: Vor etwas mehr als einem Jahr waren die Kosten für einen Brückenneubau an dieser Stelle mit geschätzt 470.000 Euro angegeben worden – inzwischen dürfte dieser Betrag deutlich größer ausfallen.

Radfahrer und Fußgänger müssen derweil Umwege in Kauf nehmen, um die Nord-Süd-Kohlebahn zu überqueren und so direkt auf die Vollrather Höhe zu gelangen. Einer dieser Alternativwege führt über die Energiestraße, auf der Fahrer mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind.

(cka)