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Grevenbroich: Ampel soll Kreuzung entschärfen

Grevenbroich : Ampel soll Kreuzung entschärfen

Auf der Energiestraße kommt es in Höhe der Einmündung "Zur Wassermühle" immer wieder zu Verkehrsunfällen. Der Landesbetrieb Straßen NRW will dort eine Ampel errichten. Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2013.

Wieder hat es am vergangenen Wochenende auf der Landstraße 375 gekracht. Auch diesmal ereignete sich der Unfall mit fünf Verletzten auf der Energiestraße in Höhe der Einmündung "Zur Wassermühle". Die Energiestraße gehört zu den am meisten genutzten Verkehrswegen im Stadtgebiet und führt zu den Kraftwerken in Frimmersdorf und Neurath. Daher wird sie gerade im Berufsverkehr stark frequentiert.

Genauso hoch wie das Verkehrsaufkommen ist aber auch die Unfallgefahr auf der Energiestraße in Höhe der ehemaligen Gaststätte Kleinfelderhof. Immer wieder stoßen dort Linksabbieger, die aus der Straße "Zur Wassermühle" kommen, mit auf der Energiestraße fahrenden Autos zusammen.

"Seit Jahren gehört dieser Bereich zu den Unfallhäufungsstellen im Kreis", sagt Harald Vieten, Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss. Daher habe eine von der Stadt Grevenbroich einberufene Unfallkommission bereits im März des vergangenen Jahres beschlossen, den Landesbetrieb Straßen NRW mit einer neuen Straßenregelung zu beauftragen, erinnert sich Vieten.

Verkehrszählung auf der L 375

Schon vor zwei Jahren hatte die Fraktion der Freien Bürger und der Linken im Stadtrat gefordert, an dieser Stelle einen Kreisverkehr oder eine Ampel einzurichten. Im Juni dieses Jahres stimmte die Unfallkommission dann einstimmig dafür, eine Ampel errichten zu lassen — auch die Mitglieder des Bauausschusses bewilligten das Vorhaben.

Doch die Signalanlage lässt auf sich warten. "Wir haben im September die für die Planung notwendig Verkehrszählung vorgenommen. Die Zahlen wurden dann an die Stadt Grevenbroich weitergeleitet, die jetzt die genaueren Planungen zur Errichtung der Anlage machen muss", erklärt Christine Binz, Sprecherin des zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW in Mönchengladbach.

Sobald die Stadtverwaltung ihre Planung an den Landesbetrieb zurückgeschickt habe, könne die Ausschreibung für das Bauvorhaben beginnen. "Machen uns die Landesmittel keinen Strich durch die Rechnung, kann im Frühjahr 2013 die Signalanlage errichtet werden", sagt Christine Binz.

Dass so schnell wie möglich eine Ampel an der betroffenen Einmündung eingeführt wird, hofft auch Ratsherr Thomas Bovermann, Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger und der Linken, der den entsprechenden Antrag in den Rat eingebracht hatte. "Es kann nicht sein, dass sich seit Jahren an dieser Stelle nichts tut. Wir können nicht warten bis dort ein tödlicher Unfall passiert", mahnt Bovermann die Stadt zur Eile.

(NGZ/rl)