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Am Sonntag eröffnet die vierte Grevenbroicher Pflanzentauschbörse

Veranstaltung in Grevenbroich : Pflanzentauschbörse am Schneckenhaus

Rund ums Schneckenhaus an der Adresse Im Bend können Sonntag von 11 bis 16 Uhr überschüssige Setzlinge eingetauscht oder gegen das, was gemeinhin Obolus genannt wird, erstanden werden.

Zaghaft kündigt sich der Frühling mit den ersten Sonnenstrahlen an. Für Gärtner ein untrügliches Zeichen, allmählich Beete und Töpfe so auf Vordermann zu bringen, dass später vieles grünen und blühen kann. Passend dazu findet jetzt die Pflanzentauschbörse, die vierte ihrer Art, statt. Rund ums Schneckenhaus an der Adresse Im Bend können Sonntag von 11 bis 16 Uhr überschüssige Setzlinge eingetauscht oder gegen das, was gemeinhin Obolus genannt wird, erstanden werden. Es ist alles erlaubt, vom Samen bis zur Zimmerpflanze. Empfohlen wird, Samen, Zwiebeln, Ableger und Setzlinge mit Pflanzennamen zu versehen: Das macht das fachkundige Gespräch zwischen den Tauschenden einfacher.

Initiiert vom Umweltzentrum, dessen Förderverein und der Vorsitzenden Barbara Hamecher sowie in Zusammenarbeit mit den Imkerfreunden um Thomas Krauß ist die alljährliche Pflanzentauschbörse seit Jahren ein Renner bei Gartenliebhabern, Hobbygärtnern und Naturfreunden. „Die Resonanz ist super“, kommentierte Umweltexperte Norbert Wolf zuletzt, vor allem, wenn das Wetter mitspielt, ist er alljährlich im Frühjahr stattfindende Grüne-Daumen-Termin ein Selbstläufer. Vor allem Privatleute sind es, die Sämereien, Jungpflanzen, Stauden, Kräuter und Ableger von Gehölzen anbieten, Tipps und Empfehlungen inklusive. „Es tut mir weh, überflüssige Jungpflanzen in die Braune Tonne zu geben oder auf den Kompost zu entsorgen“, heißt es von Seiten der Teilnehmer, die dann Schönheiten wie Fingerhut, Bergflockenkraut oder Jakobsleiter aus ihrem heimischen Grün in liebevolle Hände abgeben. Und auch, wer seit Jahr und Tag gerne gärtnert, bekommt oft Lust auf Neuzugänge oder Ergänzungen. Miniaturexemplare von Taglilie und Knöterich und exotisch klingenden Blühern wie „Brennende Liebe“ oder „Goldlack“ können die Minis groß ziehen und in der kommenden Saison wieder Setzlinge abgeben. Ein permanenter Kreislauf, wie in der Natur selbst.

Außerdem auf dem Programm steht diesmal ein Besuch von Jürgen Nicolin von der gleichnamigen Baumschule. Der Experte zeigt und erläutert Obstbäume in den verschiedenen Stammformen, nämlich Hoch-, Halbsamm, Busch und Spalier. Außerdem können Laien ihre individuellen Fragen zu den eigenen Gehölzen und wie sie noch besser wachsen, gedeihen und Früchte tragen, beantworten lassen.

Beim Spaziergang kann nicht nur das Gelände erkundet werden, der Imkerverein gewährt ebenso Blicke in seine Bienenvölker, informiert über diese Tiere und  dank welcher Blühwiesen sie ihre Überlebenschancen verbessern.Und selbstverständlich wird an alle Nachwuchsgärtner gedacht: Nicht nur Kinder können ihr Talent beim Bau eines Flaschengewächshauses unter Beweis stellen. von