Grevenbroich: Aktive Bürger gegen neuen Kraftwerksbau

Grevenbroich: Aktive Bürger gegen neuen Kraftwerksbau

Kein weiteres BoA-Kraftwerk mehr in Grevenbroich. Das fordert Rolf Göckmann, Fraktionsvorsitzender der Aktiven Bürger (ABG). Er meint: "Die zumutbaren Emissionsbelastungen sind in der Stadt längst schon deutlich überschritten worden."

In einem NGZ-Bericht in der vergangenen Woche hatte ein Sprecher von RWE Power erklärt, dass das Frimmersdorfer Kraftwerksgelände ein potenzieller Standort für einen Neubau sei. Diese Aussage stößt nun auf die Kritik der ABG-Fraktion. Während RWE den Grevenbroicher Süden "als eigenes großes Industriegebiet" betrachte, würde das Immobilienvermögen der Anlieger an Wert verlieren, kritisiert der Fraktionschef.

"Streng genommen müsste RWE jedem Hauseigentümer 30 000 bis 50 000 Euro als Entschädigung für Wertverluste durch Einflüsse auf Umwelt und Lebensqualität erstatten", sagt Rolf Göckmann. Daher müsse für Frimmersdorf eine andere Lösung gefunden werden – "in Form von emissionsfreier, alternativer Energieerzeugung oder für die Forschung und Entwicklung solcher Technologien".

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Laut AGB müsse dafür gegebenenfalls der Gebietsentwicklungsplan geändert werden.

(NGZ)