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Grevenbroich: Aktiv leben in Noithausen

Grevenbroich : Aktiv leben in Noithausen

Seit 1999 wohnt die Familie Hendricks in ihrem Haus in Noithausen. Die Eltern und ihre vier Kinder sind alle sportlich und in Vereinen aktiv, der Terminkalender ist voll. Und sie schätzen die Gemeinschaft im Dorf.

Steffen (7) ist beim Fußball-Training, Hannah (10) zieht zum Turnen los und Katja (14) geht gleich zum Volleyball: Bei der Familie Hendricks ist immer was los: "Wir haben einen gut gepflegten Terminkalender", sagt Vater Jörg Hendricks. "Und abends beim Essen zählen wir erst einmal durch, ob auch alle da sind", so der Vater im Scherz. Seit 13 Jahren lebt die Familie im Haus mit dem großen Garten und der neuen Terrasse in Noithausen. Und sie fühlt sich wohl: "Wir haben hier unser Plätzchen gefunden", sagt Jörg Hendricks.

Aus Frimmersdorf stammt der 45-Jährige, der beim TÜV-Rheinland als Sachverständiger arbeitet. Der Geschäftsfeldleiter nimmt mit seinen Kollegen für den Technischen Überwachungsverein die Kessel in den Kraftwerken ab — auch die in den BoA-Blöcken in Neurath. Seine Frau Gisela — von Beruf Lehrerin — kommt aus Laach. Kurz vor der Geburt von Jan (12) zogen die Hendricks' ins Haus in Noithausen ein, dort ist genügend Platz für die heute sechsköpfige Familie.

Das ist aber längst nicht der einzige Vorteil. "Wir haben hier eine gute Nachbarschaft", sagt Gisela Hendricks. "Der Kindergarten und die Grundschule sind nicht weit — und beide sind gut."

Mittlerweile sind mehrere Kinder auf dem Pascal-Gymnasium, Hannah hatte dort in der vergangenen Woche ihren ersten Tag. "Seitdem der durchgehende Fahrradweg auf der Richard-Wagner-Straße fertig ist, ist das Pascal-Gymnasium von hier aus mit dem Rad gut zu ereichen", sagt Jörg Hendricks. Im Dorf gebe es eine Bäckerei, "und wir sind von hier aus schnell in der City".

Störend fallen nur die Eisenbahnzüge auf, die auf der anderen Straßenseite vorbeirasen — "aber mittlerweile hören wir die gar nicht mehr", sagt der 45-Jährige.

Sport wird bei Familie Hendricks ausgesprochen groß geschrieben: Vater und Mutter haben sich vor 18 Jahren über den Volleyball-Sport-Club (VSC) 88 Grevenbroich kennengelernt. "Der Verein ist sozusagen unsere zweite Familie", sagt Jörg Hendricks. Auch im Turnverein Orken ist die Familie aktiv. Steffen spielt in der Fußball-F-Jugend bei der Sportgemeinschaft Orken/Noithausen und macht außerdem Leichtathletik. Hannah ist drei Mal in der Woche beim Geräteturnen und macht zudem Jazztanz. Katja spielt Volley- und Fußball, Jan ebenfalls Volleyball.

Gemeinsam geht die Familie auf Radausflüge in die Umgebung — etwa nach Langwaden oder an die Erft in Helpenstein. Auch sportlichere Touren — etwa rauf auf die Vollrather Höhe — stehen zuweilen an. Großen Wert legt Gisela Hendricks aufs Engagement für die Gemeinschaft. Die 42-Jährige ist Vorsitzende des Fördervereins der Katholischen Grundschule Noithausen. Das nächste größere Projekt sei die Anschaffung einer Sitzgruppe für den Schulhof. "Dafür suchen wir noch Sponsoren", sagt Gisela Hendricks. In den vergangenen Jahren wurden bereits Sport- und Spielgeräte für den Unterricht, die Pause und die Nachmittagsbetreuung angeschafft. In Zukunft will sich Gisela Hendricks in der Kirchengemeinde auch wieder als Katechetin für den Kommunionunterricht zur Verfügung stellen. "Mein Mann und ich haben selbst viel Positives aus Vereinen und aus der Gemeindearbeit mitgenommen und hoffen, dass nun auch unsere Kinder Fuß fassen", erklärt sie. Die nächste Familien-Generation ist bereits in mehreren Bereichen engagiert. Mit Katja, Hanna und Steffen stellt die Familie gleich drei Messdiener. Und auch bei den Schützen sorgen die Hendricks für Verstärkung: Sohn Jan ist bei den Tellschützen dabei, Steffen macht bei den Edelknaben mit. "Ein Vorteil ist, dass der Noithausen überschaubar ist und sich alle kennen", sagt Gisela Hendricks.

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