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Grevenbroich: Ärger wegen Radar am Allrather Friedhof

Grevenbroich : Ärger wegen Radar am Allrather Friedhof

Die schmale Bongarder Straße am Allrather Ortsrand führt von der B 59 an Feldern und am Friedhof vorbei – und nicht selten ist auf dem Parkstreifen auch der Radarwagen des Rhein-Kreises Neuss zu finden.

Die schmale Bongarder Straße am Allrather Ortsrand führt von der B 59 an Feldern und am Friedhof vorbei — und nicht selten ist auf dem Parkstreifen auch der Radarwagen des Rhein-Kreises Neuss zu finden.

Das erregt den Unmut von Joachim Klöpfer: "Auf der Straße gibt es kaum Verkehr. Doch immer wieder steht der Radarwagen dort. Das ist Abzocke." Viele Allrather seien schon "geblitzt" worden. "Das ist Dorfgespräch. Ich kenne Leute, die deswegen schon ihren Führerschein abgeben mussten", so Klöpfer, der als Geschäftsführer des Bürgerschützenvereins Allrath aktiv ist.

"Wenn an der Schule kontrolliert wird, ist das in Ordnung. Dort habe ich aber noch keinen ,Blitzer' gesehen", so Klöpfer, der selbst schon auf der Bongarder Straße, dort gilt Tempo 30, geblitzt wurde. Er spricht von "modernem Raubrittertum".

Das sieht Reinhold Jung, Sprecher beim Kreis, anders: "Die Kontrollen dienen der Verkehrssicherheit. Wir messen auf der Straße an zwei Stellen — unter anderem am Friedhof." Dort handele es sich um "eine schutzwürdige Zone, da unter anderem Friedhofsbesucher unterwegs sind. Leider müssen wir feststellen, dass häufig zu schnell gefahren wird." Verständnis für die Messungen hat Michael Paulsen, Sprecher von "Allrath aktiv": "Dort laufen unter anderem ältere Menschen. Ob aber die Kontrollen frühmorgens zum Schichtwechsel bei den Aluminiumfirmen sein müssen, ist eine andere Frage."

"Allrath aktiv" hatte die Stadt um Messungen auf der Neurather Straße und am Schwanenhof gebeten. Paulsen: "Wir wollten wissen, ob gerast wird. Die Messergebnisse hielten sich im Rahmen, ein Geblitzter fuhr aber mit Tempo 90."

(NGZ/rl)