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Grevenbroich: Ärger im Ausschuss wegen Buckau-Spielplatz

Grevenbroich : Ärger im Ausschuss wegen Buckau-Spielplatz

Der Tagesordnungspunkt zum großen Buckau-Spielplatz war schnell abgehandelt – und sorgte für Verärgerung im Jugendhilfeausschuss: Einen verbindlichen Zeitplan für den Bau hatte die CDU-Fraktion gefordert, darüber sollte ein Vertreter des Investors Van der Looy berichten.

Der Tagesordnungspunkt zum großen Buckau-Spielplatz war schnell abgehandelt — und sorgte für Verärgerung im Jugendhilfeausschuss: Einen verbindlichen Zeitplan für den Bau hatte die CDU-Fraktion gefordert, darüber sollte ein Vertreter des Investors Van der Looy berichten.

Doch die Info blieb aus: Projektkoordinator Daan Janssen von der Firma hatte am selben Tag erklärt, dass er wegen eines anderen Termins nicht bis 20 Uhr erscheinen könne. "Das ist sehr ärgerlich, der Termin ist seit über einem Monat bekannt. Wir wollen wissen, ob der Platz, wie vereinbart, bis Jahresende fertig wird. Die Zeit wird knapp", so Ausschussvorsitzende Heike Troles (CDU).

Auf Antrag von Daniel Rinkert (SPD) verzichtete der Ausschuss auf den Vortrag des mit der Gestaltung beauftragten Architekten — dabei war die erste Lichtbild-Folie bereits an der Wand zu sehen.

Seit Jahren fordern Bewohner im Buckau-Viertel den Spielplatz. "Die Eltern machen Druck. Manche Kinder sind bereits aus dem Spielalter heraus", erklärt Rinkert. Laut städtebaulichem Vertrag ist Van der Looy zum Bau bis zum 31. Dezember 2012 verpflichtet.

Doch dreieinhalb Monate vor Ablauf der Frist ist das Gelände lediglich mit Hügeln modelliert. Janssen versicherte aber am Tag nach der Sitzung gegenüber der NGZ: "Der Spielplatz wird bis 31. Dezember fertig." Zurzeit laufe die Ausschreibung für den Kauf der Spielgeräte. Janssen will nun morgen im Planungsausschuss über den Zeitrahmen informieren.

Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel hatte dem Jugendhilfeausschuss zudem von Problemen berichtet. Der Investor habe für den Bebauungsplan, zu dem etwa der Spielplatz und einige Bauflächen gehören, noch nicht die nötige Bürgschaft oder eine andere Absicherung beigebracht — es geht um 1,25 Millionen Euro.

Ohne Absicherung aber könne die Stadt für mehrere Grundstücke südlich der Kita "Sonnenland" keine Baugenehmigung erteilen. Die Stadt suche nun mit Van der Looy und anderen eine andere Lösung zur Absicherung. Zudem habe die Verwaltung einen Fachanwalt eingeschaltet. "Mit dem Spielplatzbau kann der Investor aber sofort starten", betonte Rendel gegenüber der NGZ..

In den Niederlanden erklärt Janssen zur Bürgschaft: Eine Bank, mit der das Unternehmen zusammenarbeite, wolle sich in dem Bereich "nicht im Ausland engagieren. Doch wir haben jetzt eine Lösung. Durch den Verkauf von zwei Grundstücken stellen wir sicher, dass wir die Bürgschaft beibringen können. Wir müssen aber erst noch zum Notar."

(NGZ)