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Grevenbroich: Ärger im "Abenteuerland": Stadt baut neuen Sichtschutz wieder ab

Grevenbroich : Ärger im "Abenteuerland": Stadt baut neuen Sichtschutz wieder ab

Tanja van Kempen ist verärgert. "Das wollen wir uns nicht gefallen lassen. Es macht uns wütend, zu sehen, dass die Sicherheit unserer Kinder hier keinen Vorrang hat", sagt die 36 Jahre alte Mutter. Der Anlass für den Ärger: Der von Eltern gewünschte Sichtschutz am Außengelände der städtischen Kita "Abenteuerland" wurde zwar errichtet, aber nach nur wenigen Tagen teilweise wieder abgebaut – und das stößt nun auf Protest.

Tanja van Kempen ist verärgert. "Das wollen wir uns nicht gefallen lassen. Es macht uns wütend, zu sehen, dass die Sicherheit unserer Kinder hier keinen Vorrang hat", sagt die 36 Jahre alte Mutter. Der Anlass für den Ärger: Der von Eltern gewünschte Sichtschutz am Außengelände der städtischen Kita "Abenteuerland" wurde zwar errichtet, aber nach nur wenigen Tagen teilweise wieder abgebaut — und das stößt nun auf Protest.

"Das Gelände des Kindergartens ist von zwei Seiten einzusehen. Wir wollen unsere Kinder vor den Blicken Anderer schützen", erklärt Tanja van Kempen. "Bei dem warmen Wetter der vergangenen Wochen laufen sie ja auch mal in Badegarderobe oder im Unterhemd herum. Sie sollen in Ruhe spielen könne, ohne beobachtet zu werden."

Der Wunsch wurde erfüllt: Die Stadt ließ am Zaun "mehrere grüne Sichtschutzbänder einflechten". Die Überraschung wenige Tage später: Am Donnerstag seien an drei Zaun-Elementen je zwei Bänder wieder entfernt worden, berichtet van Kempen. Die Folge: "Jetzt besteht wieder freie Sicht auf das Außengelände. Wir werden jetzt mit dem Elternbeirat sprechen", so die Neuratherin. Der Grund für die Demontage-Aktion: "Anwohner haben sich wohl beschwert, dass durch den Sichtschutz an der Ecke Flothgasse/Bongarderstraße der Verkehr nicht mehr überblickt werden könne. Dabei ist die Straße breit genug".

Sie steht mit ihrer Kritik nicht allein. "Ich finde das nicht toll, dass der Sichtschutz erst angebracht und jetzt wieder teilweise abgebaut wurde. Nun kann man wieder voll auf das Gelände blicken", sagt Sarah Hanke, eine weitere Mutter.

Verärgert waren Kita-Eltern bereits vor einigen Monaten. Sie fühlten sich alleingelassen: Da die Stadt kein Geld hat, müssen sie immer wieder selbst für Sanierungsarbeiten in der Tagesstätte sorgen.

Dass das letzte Wort in Sachen Sichtschutz noch nicht gesprochen ist, versicherte gestern Rathaussprecher Andreas Sterken: "Wir sind bemüht, schnell eine zufriedenstellende Lösung zu erreichen."

(NGZ)