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Grevenbroich: Achteinhalb Jahre Haft für Bankräuber

Grevenbroich : Achteinhalb Jahre Haft für Bankräuber

Wegen des Überfalls auf eine Sparkasse in Oberhausen muss ein Grevenbroicher für achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Seine beiden Komplizen wurden zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Duisburger Landgericht hat die drei Angeklagten Freitag wegen besonders schweren Raubes schuldig gesprochen.

Der Grevenbroicher (52) hatte bis zuletzt seine Beteiligung an dem Überfall im April bis zuletzt abgestritten. Die beiden Mittäter belasteten ihn dagegen schwer. Kurz vor der Tat habe der 52-Jährige sie in Slowenien angeheuert, um den Überfall zu begehen. Nachdem das Geldinstitut ausgespäht worden sei, habe er sie mit Waffen ausgestattet, am nächsten Tag nach Oberhausen gefahren und im Fluchtwagen auf sie gewartet.

Der Überfall schlug jedoch fehl, weil sich ein Polizist in der Sparkasse befand. Als die Männer mit knapp 30.000 Euro flüchteten, verfolgte er sie und verständigte seine Kollegen. Mit der Beute und den Waffen konnten die beiden kurz darauf gestellt werden.

Das Duisburger Landgericht hat keinen Zweifel daran, dass der Grevenbroicher aufgrund seiner einschlägigen Vorbelastungen hart bestraft werden müsse. Den Mitangeklagten kam ihr Geständnis zugute. Zu ihren Gunsten wertete das Gericht auch, dass sie den Drahtzieher überführten. An ein Komplott — wie von dem 52-Jährigen vermutet — glaubte das Gericht nicht. Es gebe keinerlei Anlass, den Mann zu Unrecht zu belasten.

Der Angeklagte hatte sich während der gesamten Verhandlung sehr diskussionsfreudig gezeigt. Noch während der Richter Freitag zur Urteilsverkündung ansetzte, hatte er ihn unterbrochen und neue Beweisanträge gestellt. Die lehnte das Gericht allerdings ab.

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