1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: ABG will Verkehrskonzept für Neuenhausen

Grevenbroich : ABG will Verkehrskonzept für Neuenhausen

Wenn die Landwirte in Neuenhausen vom Hof zum Feld fahren wollen, müssen sie durch den Ort. Dann wird es mit den breiten Maschinen manchmal richtig eng – die Straßen sind schmal und von Autos zugeparkt. "Auf dieses Problem haben mich Landwirte angesprochen", so Rolf Göckmann, Vorsitzender der Fraktion "Aktive Bürger Grevenbroich (ABG)". Göckmann ist überzeugt: "In Neuenhausen droht der Kollaps – erst recht, wenn das Neubaugebiet Königslindenstraße verwirklicht ist."

Neuenhausen wächst: Laut Einschätzung der Stadtverwaltung Grevenbroich ist der Bedarf an neuem Wohnraum in Neuenhausen groß – deshalb hat der Stadtrat vor rund einem Jahr auch die Weichen für das neue Baugebiet "Verlängerte Königslindenstraße" geschaffen. Dort sollen rund 60 Wohneinheiten entstehen. Mehr Platz zum Wohnen bietet bereits das Baugebiet Damaschkestraße; dort wurden 35 Wohneinheiten realisiert.

In der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 30. August, will die ABG deshalb beantragen, dass die Verwaltung für den Ortsteil Neuenhausen ein umfassendes Verkehrskonzept erstellen soll. "Dazu sollen Stadtplaner, Landwirte und Gewerbetreibende an einen Tisch kommen", schlägt Holger Damaske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, vor. "Generell fehlen im Ortsteil Parkplätze", hat Rolf Göckmann beobachtet. Zudem sei bei der Planung von Neubaugebieten zu berücksichtigen, dass ein Stellplatz längst nicht immer ausreiche, denn: "In den Familien steigt die Zahl der Fahrzeuge."

Mehr als ein Auto pro Familie

Die Verkehrssituation in Neuenhausen habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, etwa durch das Baugebiet Damaschkestraße. "In letzter Zeit ist vermehrt festzustellen, dass Autos von Bewohnern dieses Viertels auch außerhalb ihres Viertels parken", heißt es im ABG-Antrag für den Stadtrat. Die Fraktion fürchtet, dass sich die Situation in Zukunft noch weiter verschärfen wird: "Das geplante Neubaugebiet wird zu einer erheblichen Steigerung des Verkehrsaufkommens führen." Deshalb müsse man jetzt handeln.

(NGZ)