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Grevenbroich: Abfallgebühren 2012 konstant

Grevenbroich : Abfallgebühren 2012 konstant

Die Friedhofsgebühren sollen steigen – die Abfallgebühren bleiben dagegen konstant. Dennoch müssen viele Grevenbroicher mit anderen Summen bei der Jahresgebühr rechnen als 2011. Die NGZ erklärt, was sich ändert.

Die Friedhofsgebühren sollen steigen — die Abfallgebühren bleiben dagegen konstant. Dennoch müssen viele Grevenbroicher mit anderen Summen bei der Jahresgebühr rechnen als 2011. Die NGZ erklärt, was sich ändert.

Erfreuliche Nachricht aus dem Rathaus: Die Abfallgebühren sollen 2012 nicht teurer werden. Der Umweltausschuss empfiehlt dem Rat, die Sätze für die graue Restmülltonne, für Sperrgut sowie für die Privatanlieferung auf der Deponie 2012 konstant zu halten. Damit stehen sie im Gegensatz zu den Friedhofsgebühren, die zum Teil kräftig steigen sollen.

Beim Rest- und Sperrmüll muss die Stadt zwar an den Rhein-Kreis Neuss künftig 177,87 Euro je Tonne — 1,7 Prozent mehr — bezahlen. "Doch diese Steigerung können wir ausgleichen. Erstmals erhalten wir vom Rhein-Kreis Neuss Erlöse für die Altpapierverwertung", begründet Fachdienstleisterin Sylvia Wogirz. Die Stadt rechnet vorsichtig mit 200 000 Euro fürs erste Jahr.

Doch auch ohne Gebührensteigerung müssen viele Grevenbroicher 2012 mit anderen Summen bei der Gesamtgebühr rechnen. Der Grund: Für viele graue Tonnen kalkuliert die Stadt nun für 2012 eine andere Zahl von Entleerungen ein.

Die endgültige Abrechnung der tatsächlichen Leerungen erfolgt wie bisher im Folgejahr. Der Bürger kann seine Tonne je nach Bedarf beim Abfuhrtermin an den Straßenrand stellen, per Computer-Chip wird jede Leerung am Müllwagen von Alba West erfasst.

Doch wie oft das geschieht, das weiß die Stadt vorab eben nicht genau. Bei der 80-Liter-Tonne setzt sie 2012 nur noch 18 statt 34 Abfuhren im Jahr an. "Wir haben die kleine Tonne erst vor einem Jahr eingeführt und nun festgestellt, dass viele sie nicht so oft leeren lassen, wie wir erwartet hatten", so Wogirz.

Künftig wird für die Leerung einer der 4000 Tonnen zunächst 13,12 Euro weniger berechnet. Für die 11 000 120-Liter-Gefäße, werden dagegen 3,36 Euro mehr kalkuliert (24 statt 21 Abfuhren), für die 240-Liter-Tonne 9,60 Euro (33 statt 28 Abfuhren). Der Vorteil für Bürger und Stadt: "Mit der neuen Berechnung wollen wir möglichst große Nachzahlungen oder Erstattungen im Folgejahr vermeiden", sagt Wogirz.

Einhellig stimmte der Umweltausschuss der Gebührenkalkulation zu — angesichts der künftig fließenden Erlöse aus der Altpapiervermarktung kein Wunder. Der Kreis hatte den Vertrag mit der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein geändert und gibt nun den Verkaufserlös an die Stadt weiter.

"Damit profitieren wir endlich vom Verkauf des Altpapiers. Das frühere Verfahren war zu unserem Nachteil", erklärt Kämmerin Monika Stirken-Hohmann. "Bis zum vergangenen Jahr mussten wir sogar für das Altpapier zahlen."

(NGZ)