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Grevenbroich/Dormagen: Ab heute Chefarzt in zwei Frauenkliniken

Grevenbroich/Dormagen : Ab heute Chefarzt in zwei Frauenkliniken

Dr. Karl Günter Noé ist jetzt nicht mehr nur Chefarzt der Frauenklinik des Kreiskrankenhauses in Dormagen, sondern auch in Grevenbroich. Der 50-Jährige teilt sich die Arbeitswoche auf: zwei Tage in Grevenbroich, drei in Dormagen.

Heute, an seinem ersten Arbeitstag als Chefarzt der beiden Frauenkliniken der Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und in Dormagen, macht Dr. Karl Günter Noé gleich die erste Ausnahme: "Heute Nachmittag fahre ich nach Grevenbroich", kündigt er an. Normalerweise wäre der Mittwoch ein Dormagen-Tag, ebenso wie der Dienstag und der Freitag. Montags und donnerstags wird der Chefarzt in seinem neuen Zuständigkeitsbereich in der Schlossstadt arbeiten: "Ich werde die Frauenklinik in Grevenbroich nicht vom Schreibtisch in Dormagen aus leiten, sondern ich werde dort Patientinnen behandeln, beraten und operieren", zerstreut er Vorurteile.

Noé sieht sich selbst als "Handwerker": "70 Prozent meiner Arbeitszeit stehe ich im OP", sagt der 50-Jährige, der zurzeit seine Habilitation schreibt. In den vergangenen drei Wochen hat der neue Chefarzt bereits in Grevenbroich gearbeitet. "Wir freuen uns im Kreiskrankenhaus Grevenbroich St. Elisabeth auf Dr. Noé", sagt Ralf H. Nennhaus, Kreiskrankenhausdirektor für beide Häuser der Rhein-Kreis-Neuss-Kliniken. "Wir haben den ausgezeichneten Experten für das Konzept zweier Frauenkliniken überzeugen können", so Nennhaus weiter. Mit dem Team stehe Dr. Noé für den Erhalt des Brustzentrums und der Geburtshilfe. "Sein fachlicher Schwerpunkt wird die in Grevenbroich vorhandenen Schwerpunkte der Frauenklinik hervorragend erweitern", weist Nennhaus auf die Einführung der innovativen OP-Methoden, für die Dr. Noé mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten hat, hin: "Damit wird er das Kreiskrankenhaus in Grevenbroich als OP-Standort insgesamt, vor allem in der Tumorchirurgie und Uro-Gynäkologie, bereichern." Eine neue Leitende Oberärztin für das Brustzentrum nimmt am 13. Oktober ihren Dienst in Grevenbroich auf, am 1. November der neue Leitende Oberarzt der Frauenklinik. "Damit übernehmen jüngere Kräfte weitere Verantwortung", erklärt Dr. Noé, der seit 1. Januar 2014 Ärztlicher Direktor des Dormagener Kreiskrankenhauses ist. Dort setzt er auf den Leitenden Oberarzt Dr. Michael Anapolski. "Ich muss nicht alles selbst machen", erklärt Dr. Noé die Veränderung nach knapp zehn Jahren als Chefarzt: "Den Job habe ich wirklich gelernt", sagt er lachend. Er weiß ein motiviertes Team von 15 (Dormagen) und zwölf Ärzten (Grevenbroich) um sich: "Ich stütze mich auf ausgebildete Fachleute, die das beste Niveau erreichen wollen."

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Geboren in der Eifel, hat Karl Günter Noé nach dem Zivildienst Medizin in Köln studiert. "Ich wollte erst in der Anästhesie, dann der Kinderchirurgie arbeiten, bevor mich im Praktischen Jahr am Elisabeth-Krankenhaus in Köln eine Hebamme von der Gynäkologie überzeugte - ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung", erzählt Noé. Denn in der Frauenheilkunde gebe es ein solch breites Spektrum als Chirurg wie in kaum einem anderen Bereich. Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern bezeichnet Wissenschaft und Musik als Hobbys. Noé, der in Köln-Fühlingen wohnt, spielt Gitarre und ist Sänger der Rhythm'n'Blues-Band "Groovin' Stew", mit der er am 24. Oktober in der Kneipe "Haus Schauff" in Stommeln auftritt.

(NGZ)