Grevenbroich: A 540-Sanierung verzögert sich

Grevenbroich : A 540-Sanierung verzögert sich

Arbeiten am zweiten Bauabschnitt dauern etwa vier Monate länger als geplant.

Die Sanierung der Autobahn 540 wird voraussichtlich bis Mitte 2019 dauern - und damit länger als geplant. Im Januar war der Landesbetrieb Straßen NRW noch von einer Fertigstellung bis Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres ausgegangen, doch dieser Termin ist nicht zu halten. Die Arbeiten verzögern sich. "Wir hoffen aber, dass wir noch einiges an Zeit aufholen können", erklärt Straßen-NRW-Sprecher Norbert Cleve.

Autofahrer wundern sich seit längerem über die langen Bauzeiten beim zweiten Bauabschnitt vom Kreisel bei Hydro bis zwischen den Anschlussstellen Frimmersdorf und Gustorf in Fahrtrichtung Jüchen. Die Autobahnaus- und Auffahrt in diese Richtung sind an der Anschlussstelle Frimmersdorf seit Monaten gesperrt.

Als Fertigstellungstermin für diesen Abschnitt hatte der Landesbetrieb zunächst Januar genannt, dann April. "Wir rechnen nun mit einer Fertigstellung bis Mitte Juni", erklärte Straßen-NRW-Sprecher Norbert Cleve in Krefeld gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

Für die Verschiebungen gebe mehrere Gründe. Zunächst habe das kalte Wetter zu Verzögerungen geführt. Zudem hätten Kanalbauarbeiten wegen möglicher Blindgänger im Boden mit besonderer Behutsamkeit durchgeführt werden müssen, schichtweise sei der Boden abgetragen worden. "Das hat länger gedauert als erwartet", sagt Landesbetrieb-Sprecher Cleve. Dann drohte, wie der Sprecher berichtet, während der Kanalarbeiten nach Regen auch noch ein Teil einer Böschung abzurutschen. "Wir mussten Boden austauschen, um die Böschung ausreichend zu befestigen", schildert Norbert Cleve.

Im Juni sollen das Teilstück und damit auch die Aus- und Auffahrt wieder für den Verkehr freigegeben werden. Danach wird nach dem derzeitigen Zeitplan bis Ende August auf dem Abschnitt von der Anschlussstelle Gustorf bis zum Ausbauende vor Jüchen gebaut. Im Anschluss stehen mehrere Bauabschnitte in Fahrtrichtung Köln an.

Nach rund 40 Jahren wies die Fahrbahn der Autobahn deutliche Schäden auf. Erneuert wird nicht nur die obere Fahrbahndecke, sondern der gesamte Straßenaufbau bis in etwa 60 Zentimeter Tiefe.

(NGZ)