A 540: Nach Bombenfunden ist die Wiederherstellung der Straße aufwendig.

Autobahn in Grevenbroich : A 540 noch eine Woche gesperrt

Nach Bombenfunden ist die Wiederherstellung der Fahrbahn aufwendig.

Noch etwa eine Woche lang müssen sich Autofahrer gedulden. Spätestens am Montag, 6. August, soll die Autobahn 540 zwischen den Anschlussstellen Gustorf und Gindorf wieder für den Verkehr freigegeben werden. Während der Straßensanierung waren zwei 250-Kilogramm-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und Anfang Juli entschärft worden.

Nun muss die Fahrbahn der A 540 wiederhergestellt werden. „Die Arbeiten sind aufwendiger als erwartet“, sagt Norbert Cleve, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW in Krefeld. Um an die Bomben heranzukommen, war eine 20 mal 30 Meter große und rund 15 Meter tiefe Grube ausgehoben worden, die anschließend wieder verfüllt werden muss. „Dabei wurde festgestellt, dass der Boden sich wegen seiner Beschaffenheit nicht so einfach verdichten lässt. Irgendwann wären Absackungen entstande“, berichtet Norbert Cleve. Die Lösung: Das Bodenmaterial wird mit Kalkzement vermischt und wird nun „in dünnen, 50 Zentimeter starken Lagen eingebaut und mit einer Maschine verdichtet. Dann kommt die nächste Lage an die Reihe“, schildert Norbert Cleve. Das dauert einige Zeit. Anschließend muss die Fahrbahndecke wiederhergestellt werden.

Nach der Bombenentschärfung war der 24. Juli als Freigabetermin genannt worden, nun wird es Anfang August. „Wenn wir vor dem 6. August fertig werden, werden wir die Straße auch früher für den Verkehr freigeben“, sagt der Sprecher von Straßen NRW. So weit wie möglich, laufen laut Cleve zurzeit die Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 540 weiter. In der nächsten Woche wird die Baustelle neu eingerichtet. Nach Aufhebung der Sperrung wird der südliche Teil der Fahrbahn erneuert. Der Verkehr wird dann in beiden Fahrtrichtungen über die nördliche Hälfte geführt.

Die Sperrung macht sich auch in der Innenstadt und in Elsen bemerkbar. Ein Teil der Autos, die sonst die Autobahn nutzen, fährt nun über Rheydter Straße und Ostwall, der Verkehr dort hat spürbar zugenommen.

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