1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

A 540 in Grevenbroich und Jüchen soll 2020 Bundesstraße werden

Gewerbegebiet für Grevenbroich und Jüchen : A 540 soll zur Bundesstraße werden

In Grevenbroich und Jüchen wird es wohl bald eine Autobahn weniger geben: Die A540 soll 2020 zur Bundesstraße abgestuft werden. Das ermöglicht einen direkten Anschluss an das Industriegebiet.

In Grevenbroich und Jüchen wird es wohl bald eine Autobahn weniger geben: Landesverkehrsminister Hendrik Wüst hat den Kommunen mitgeteilt, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW nun die Abstufung der A 540 einleiten werde. Darüber informiert die Stadt Jüchen. Mit der Herabstufung zur Bundesstraße ist eine direkte Verkehrsanbindung des interkommunalen Gewerbegebiets möglich, das RWE als Eigentümer mit der Duisport AG entwickeln will. Würde die A 540 Autobahn bleiben, wäre ein direkter Anschluss nicht möglich.

„Die A 540 soll zum 1. Januar 2020 zur Bundesstraße herabgestuft werden“, erklärt Christine Revers, stellvertretende Pressesprecherin der Niederlassung Mönchengladbach von Straßen.NRW. „Wir stellen dafür einen Antrag, den wir ans Bundesverkehrsministerium schicken.“

Das rund 42 Hektar große Gewerbegebiet gibt den Städten die Möglichkeit, sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln – dem Projekt kommt angesichts des anstehenden Strukturwandels große Bedeutung zu. Die Fläche ist im Regionalplan als GIB-Fläche (für Gewerbe- und Industrieansiedlung) mit besonderer Zweckbestimmung und als überregional bedeutsamer Standort ausgewiesen.

Unter anderem die Kommunen und die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein hatten das Ministerium gebeten, sich für die Herabstufung einzusetzen. Die Bürgermeister hatten zudem Ministerpräsident Armin Laschet um Unterstützung gebeten. Hendrik Wüst hatte zugesichert, für die Herabstufung Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium aufzunehmen. Die notwendigen Vorgespräche sind nun erfolgt. Bürgermeister Zillikens bedankt sich für die Unterstützung. „Hier wird ein erstes bedeutsames Infrastrukturprojekt ermöglicht, das neue Arbeitsplätze auf einer ehemaligen Tagebaufläche schaffen wird.“

Auch die IHK begrüßt die Entscheidung des Landesministeriums, sich beim Bund für eine Einstufungsänderung einzusetzen. „Dies ist ein wichtiges Signal für die Erschließung des Gewerbegebietes“, sagt Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Wir hoffen, dass der Bund möglichst schnell die Freigabe für die Herabstufung erteilt.“en Tagebaufläche schaffen wird.“

(cso-)