43,5 Millionen für Wohnungsbau im Rhein-Kreis Neuss

Wohnungraum im Rhein-Kreis Neuss: 43,5 Millionen für Wohnungsbau

Mehr als 43,5 Millionen Euro Landesmittel zur Wohnbauförderung hat der Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2018 bewilligt – so viel wie noch nie. Damit wurde die Rekordzahl von insgesamt 357 Wohneinheiten zu  Bau oder Modernisierung an Rhein, Erft und Gillbach gefördert. Diese positive Bilanz zog Landrat Hans-Jürgen Petrauschke jetzt gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten Karsten Mankowsky und Georg Tadtke, dem Leiter der Wohnraumförderung.

„Durch die Förderung leisten wir einen echten Beitrag zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum im Kreis, und dieses Thema hat für uns einen hohen Stellenwert“, sagte Petrauschke. Bereits seit 2016 sei das Fördervolumen gestiegen. „Wir konnten in den vergangenen Jahren deutlich mehr Mittel abrufen, als uns jeweils zu Jahresbeginn zugeteilt wurde“, ergänzt Mankowsky. „Wir mussten noch keinen Antrag wegen fehlender Mittel abweisen. Es steht ausreichend Geld für sozial geförderten Wohnraum im Rhein-Kreis zur Verfügung.“

Wie die Statistik für 2018 zeigt, sind allein Förderdarlehen von 25,5 Millionen Euro in den Bereich der Stadt Neuss geflossen. In Grevenbroich schlagen mehr als 7,8 Millionen zu Buche, in Korschenbroich rund zwei Millionen und in Kaarst 200.000 Euro. Das Bauaufkommen reiche noch nicht aus, um den in einer vom Kreis gemeinsam mit den Kommunen erstellten Wohnungsbedarfsanalyse errechneten Bedarf zu decken. Petrauschke und Mankowsky werben daher dafür, die Bauintensität  zu erhöhen.

Die von Petrauschke favorisierte Idee zur Gründung einer Kreis-Wohnungsbaugesellschaft lehnt die SPD ab. „Statt Millionen für eine neue Gesellschaft bereitzustellen, sollte der Landrat dieses Geld den Städten und Gemeinden geben, damit sie mehr Wohnungen schaffen können“, sagt Kreisvorsitzender Daniel Rinkert.  Die SPD  habe mit ihrem Landratskandidaten Andreas Behncke einen Plan entwickelt, wie bis 2030 die im Kreis fehlenden 5000 bezahlbaren Wohnungen geschaffen werden können. Der Kreis soll den Kommunen in den nächsten elf Jahren 240 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Damit sollen sie nach ihren Bedürfnissen Bauland kaufen und entwickeln, kommunale Wohnungsbaugesellschaften unterstützen, freifinanzierte Wohnungen oder Häuser kaufen“, sagt Behnke.

(NGZ)
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