1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: 2,4-Millionen-Euro-Kita wird in Gustorf gebaut

Grevenbroich : 2,4-Millionen-Euro-Kita wird in Gustorf gebaut

In Gustorf startet der Bau für eine der größten Kitas der Stadt. Dort zieht die "Villa Kunterbunt" ein, außerdem werden 2014 auch zwei neue Gruppen für behinderte Kinder aus dem Stadtgebiet eingerichtet.

Der erste Bagger ist angerückt, an der Hünselerstraße startet der Bau eines Großvorhabens: Auf dem ehemaligen Hallenbad-Areal errichtet die Stadt einen Kindergarten für 91 Jungen und Mädchen in fünf Gruppen. Zusammen mit dem bereits errichteten "Sonnenland"-Kindergarten im Buckau-Viertel "handelt es sich um die größten Kita-Bauprojekte der Stadt seit Jahrzehnten", betont Paul Janus vom Fachbereich Jugend.

Im Frühjahr 2014 zieht der Kindergarten "Villa Kunterbunt" mit drei Gruppen an die Hünselerstraße um — er ist zurzeit im früheren Grundschulgebäude Auf dem Wiler untergebracht. Doch der geplante Neubau wird für wesentlich mehr Kinder Platz bieten, das Projekt ist aus mehreren Gründen etwas Besonderes: "Zum einen schaffen wir 18 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren. Damit verbessern wir die U 3-Versorgung im Süden der Stadt erheblich", erläutert Janus.

Zum anderen werden dort 2014 zwei integrative Gruppen für je fünf behinderte und nichtbehinderte Kinder eingerichtet, dort können Behinderte aus dem gesamten Stadtgebiet aufgenommen werden. "Bislang gibt es in Frimmersdorf zwei integrative Sprach-Heil-Gruppen, die 2014 dort geschlossen werden. In Gustorf können wir dagegen künftig Kinder mit allen Behinderungen aufnehmen", sagt Janus.

Ein Vorteil: Der Neubau an der Hünselerstraße kann von vornherein auf die integrativen Gruppen von Behinderten zugeschnitten werden. Der zweietagige Neubau erhält einen Aufzug, für die integrativen Gruppen werden zwei Therapieräume eingerichtet. Zum Kita-Team werden "auch ein Physio- und ein Sprachtherapeut gehören", erläutert Kita-Fachberaterin Barbara Ropertz. Auch von den Gruppen im Obergeschoss soll das Außengelände schnell zu erreichen sein — über eine Treppe und über eine Rutsche, die als Spielgerät und zusätzlicher Rettungsweg dient.

Zurzeit laufen auf der Baustelle Vorarbeiten für die Fundamente, die bis August erstellt werden. Danach entsteht der Komplex aus vorgefertigten Raumzellen. "Dieses Verfahren haben wir auch bei der Erweiterung der Erftauen-Grundschule nebenan angewendet", sagt Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz. Bis Ende 2013 soll der Innenausbau erfolgen, danach wird das Außen-Areal gestaltet.

Eine weitere Besonderheit. Der Kindergarten soll mit der Grundschule nebenan zusammenarbeiten. Laut Ropertz ist etwa an gemeinsame Projekte und Feste gedacht. "Für das Konzept werden wir nach den Ferien mit der Schule sprechen", kündigt Janus an.

Natürlich beobachten die Kinder aus der "Villa Kunterbunt" bereits die ersten Arbeiten. "Wir freuen uns auf die neuen Räume — und auf die Herausforderung, künftig auch Kinder unter drei Jahre und Kinder mit Handicap zu betreuen", sagt Kita-Leiterin Heidi Alber.

(NGZ)