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Grevenbroich: 2,4 Millionen Euro fürs "Pascal"

Grevenbroich : 2,4 Millionen Euro fürs "Pascal"

Für 2,4 Millionen Euro werden die Naturwissenschaftsräume des Pascal-Gymnasiums entkernt und modernisiert. Die Arbeiten werden noch rund ein Jahr dauern. Auch an weiteren Schulen rücken in den Ferien die Bauarbeiter an.

Die Sanierung der Chemie- und Physikräume im Pascal-Gymnasium hat gestern begonnen. Die Entkernung und Modernisierung der naturwissenschaftlichen Räume kostet 2,4 Millionen Euro — ein dicker Batzen für die Stadt. Zuschüsse von Bund und Land gibt es nicht.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny betont jedoch, dass die Maßnahmen zwingend erforderlich sind. "Die Erneuerung der Räume ist unabdingbar", stellt sie klar. Mit dem Abriss wurde die zweite von insgesamt fünf Bauphasen eingeläutet. Die Physik- und Chemieräume sollen bis zu den Herbstferien wieder für den Unterricht genutzt werden können.

Danach geht es an die Sanierung der ebenfalls maroden Biologieräume. Dirk Schwarz, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, ist überzeugt, dass die insgesamt elf naturwissenschaftlichen Räume am Pascal-Gymnasium spätestens in einem Jahr komplett modernisiert sind. "Bislang konnten wir die Missstände immer wieder flicken", sagt Schwarz. "Aber jetzt waren wir an einem Punkt, an dem wir mit Flickschusterei nicht mehr weiterkommen." Immer wieder war es in der Schule zum Beispiel zu Rohrbrüchen gekommen — in einem Jahr gar 28 Mal.

Damit soll nach Fertigstellung der Baumaßnahmen Schluss sein. Für Schulleiter Manfred Schauf ist der staubige Beginn der Sommerferien richtungweisend: "Die Modernisierung kommt unseren Schülern zugute. Wir bekommen bessere Möglichkeiten für den Naturwissenschaftsunterricht."

Doch erst einmal muss Schauf Übergangslösungen schaffen: Während die Klassenräume nicht genutzt werden können, müssen Alternativen her. "Ohne die Kooperation mit anderen Schulen wird es schwierig", sagt Schauf. Die Realschule wurde deshalb bereits kontaktiert.

Die 2,4 Millionen Euro für das Pascal-Gymnasium sind der dickste Batzen, den die Stadt derzeit in ihre Schulen investiert. Am Erasmus-Gymnasium zum Beispiel wird die Mensa eingerichtet und fertiggestellt. Kosten: 880 000 Euro. Außerdem gibt es größere Arbeiten an fünf Grundschulen für insgesamt 374 000 Euro. Mehr als zwei Drittel davon werden jedoch aus dem Konjunkturpaket II finanziert.

Ursula Kwasny ist mit den Maßnahmen zufrieden. "Wir betonen immer, dass unsere Schüler bestmöglich gefördert werden sollen. Wir müssen die Schulen aber auch entsprechend ausstatten."

(NGZ)