Grevenbroich: 19-Jährige vertreibt Räuber in der Innenstadt

Grevenbroich: 19-Jährige vertreibt Räuber in der Innenstadt

Mit ihrem couragierten Auftreten hat eine 19-Jährige in der Grevenbroicher Innenstadt einen Räuber derart verblüfft, dass er ohne Beute das Weite suchte. Nun hofft die Polizei auf Zeugenhinweise zu dem Täter.

Am Donnerstag gegen 16 Uhr hatte sich die Grevenbroicherin an der Ampel an der Ecke Kaplan-Hahn-Straße/Montzstraße befunden. Plötzlich spürte die junge Frau den Schlag einer flachen Hand auf ihrem Hinterkopf, nahezu zeitgleich riss ihr ein Mann ihr Mobiltelefon aus der Hand. Trotz der unerwarteten Attacke ließ sich die 19-Jährige nicht überrumpeln, sondern ergriff die Initiative. Der Täter hatte offensichtlich nicht nicht damit gerechnet, dass die junge Frau die Verfolgung über die Rheydter Straße aufnehmen würde. Als sie "Bleib stehen! Gib mir das Handy wieder!" rief, drehte sich der Räuber um, warf ihr das Smartphone vor die Füße und lief daraufhin in Richtung Bahnhof davon. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, konnte den Flüchtigen aber im Umfeld nicht mehr stellen, der Mann war verschwunden. Nun bittet sie die Bevölkerung um Hilfe.

Der Täter ist nach der vorliegenden Beschreibung 25 bis 30 Jahre alte, schlank und etwa 1,70 Meter groß. Er hatte einen dunklen Teint und schwarze, kurze Haare. Der Unbekannte trug bei der Tat eine schwarze Jacke, die unten an den Ärmeln und am Bund rot abgesetzt war, sowie eine senffarbene Hose. Er äußerte, wie die Polizei mitteilt, gegenüber seinem Opfer etwas Unverständliches, vermutlich in einer ausländischen Sprache. Die Kriminalpolizei ermittelt, Hinweise werden unter der Telefonnummer 02131 3000 entgegengenommen.

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"Die junge Frau hat sich sehr mutig verhalten, der Täter hat damit offensichtlich nicht gerechnet", erklärt Diane Drawe, Sprecherin der Polizei. "Das ist in diesem Fall gut ausgegangen", sagt sie weiter. "Grundsätzlich rät die Polizei dazu, keine Konfrontation mit dem Täter zu suchen, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden", empfiehlt Diane Drawe. "Niemand weiß, wie der Täter reagiert. Stattdessen sollte möglichst schnell die Polizei unter der Rufnummer 110 informiert werden, um rasch eine Fahndung einleiten zu können."

Wichtig für die Arbeit der Polizei sei "eine möglichst genaue Personenbeschreibung" und ebenfalls die Angabe, in welche Richtung der Täter geflüchtet sei.

(cso-)