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Grevenbroich: 1300 Kapellener werden zur Einbahnstraße befragt

Grevenbroich : 1300 Kapellener werden zur Einbahnstraße befragt

Soll die Einbahnstraßen-Regelung auf der südlichen Friedrichstraße beibehalten werden? Diese Frage stellt die Stadt noch vor Weihnachten mehr als 1300 Bürgern aus Kapellen. Der Bauausschuss sprach sich jetzt für eine umfangreiche Befragung zu dem umstrittenen Thema aus.

Das Gremium hatte 2011 die Einbahnstraßenregelung zur Probe für ein Jahr beschlossen. Ziele waren mehr Verkehrssicherheit und eine Entlastung der Friedrichstraße. Im September beendete der Ausschuss den Test und hob die Regelung wieder auf. Viele Anlieger protestierten dagegen, andere wiederum begrüßten diese Entscheidung. Eine Umfrage soll nun ein deutlicheres Meinungsbild ergeben.

Wer befragt werden soll — darüber gab es im Bauausschuss keine einheitliche Meinung. Die Stadtverwaltung hatte drei Varianten vorgelegt, mit den Stimmen der SPD entschied sich das Gremium für die große Lösung. Demnach werden die Anlieger der gesamten Friedrich- und Kurze Straße (inklusive Am Tolles und Stövergasse) sowie des "Dichterviertels" in den nächsten Wochen eine Postkarte erhalten.

Union und UWG hatten sich für eine kleinere oder mittlere Variante entschieden, bei der die Bewohner im direkten Umfeld der Friedrichstraße befragt worden wären. "Denn das würde preisgünstiger ausfallen", meinte Ratsherr Ralf Cremers (CDU). Die Kosten der Aktion konnte Planungsdezernent Werner Hoffmann noch nicht beziffern. Er geht jedoch davon aus, dass alleine für Druck und Porto etwa 650 Euro ausgegeben werden müssen. Hinzu kommen die Kosten für die Mitarbeiter, da Bedienstete aus zwei Dezernaten mit der Befragung beschäftigt seien.

Die Postkarten sollen in den nächsten Wochen versendet werden. Jeder Bewohner eines Haushalts — sofern er 16 Jahre alt ist — kann sich beteiligen. Einsendeschluss wird der 31. Januar sein. Bis zur endgültigen Entscheidung bleibt die Einbahnstraße bestehen.

(wilp)