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Grevenbroich: 13 000 kamen zum Familienfest

Grevenbroich : 13 000 kamen zum Familienfest

Rund 150 Aussteller, mehr als 800 fleißige Ehrenamtler – so groß wie gestern war das Familienfest auf dem Dycker Feld noch nie. Dennoch blieb der Rekord aus: Statt der erhofften 20 000 kamen rund 13 000 Besucher.

Rund 150 Aussteller, mehr als 800 fleißige Ehrenamtler — so groß wie gestern war das Familienfest auf dem Dycker Feld noch nie. Dennoch blieb der Rekord aus: Statt der erhofften 20 000 kamen rund 13 000 Besucher.

Foto: Michael, Reuter

Auf der Hüpfburg war Maike Wismar (4) schon. Außerdem beim Kinderschminken: Ein rosafarbenes Pferd zog sich über ihre Schläfe und Stirn. Danach spielte das blonde Mädchen mit einem Schäferhund Frisbee, bevor es im Mitmachzirkus auf einem Gymnastikball balancierte. Ja, Maike hatte richtig viel Spaß gestern auf dem Dycker Feld.

Sie zählte zu den rund 13 000 Besuchern des fünften Familienfestes des Rhein-Kreises Neuss. Kreissprecher Harald Vieten verkündete diese Zahl am Nachmittag und vermutete das wechselhafte Wetter als Ursache dafür, dass nicht die erwarteten 20 000 kamen. Aber das i-Tüpfelchen zur Glückseligkeit fehlte Maike noch: "Ich will den Oli sehen", sagte sie.

Oli, das Maskottchen des Fernsehsenders Kika. Ein gelb-braun getigerter mannsgroßer Löwe mit grüner wolliger Mähne. Kaum hatte Maike ihren Wunsch geäußert, traute sie ihren Augen kaum: Etwa 100 Meter entfernt auf der Hauptbühne stand er plötzlich, gleich neben Pfarrer Ulrich Clancett.

Alle Kommunen vertreten

"Da ist Oli! Aaaaaaa!", rief Maike, hörte schlagartig auf beim Mitmachzirkus mitzumachen und rannte zur Bühne. Ihre Schwester Friederike (3) war dicht hinter ihr. Pfarrer Clancett führte gerade ein Interview mit dem Maskottchen: Wie sein Eindruck vom Familienfest sei, wollte er wissen. "Das ist supergroß", antwortete Oli — und da hatte er recht. Rund 150 Aussteller, so viele wie nie zuvor, machten mit. Erstmals waren alle Kommunen des Rhein-Kreises Neuss vertreten, mehr als 800 Ehrenamtliche beteiligten sich.

In verschiedenen Dörfern konnten die Besucher sich über Vereine und Institutionen informieren, Ritter beobachten oder selbst aktiv werden: Zum Beispiel auf einen Holzturm klettern, Modellautos lenken, Entchen angeln, Amulette aus Stein feilen, am Stand der NGZ und der Rheinischen Post ein Zusteller-Quiz machen.

Die einzelnen Bereiche hatten Namen wie "Familiendorf", "Dorf der Kulturen" oder "Historisches Dorf". Zum ersten Mal gab es auch ein Jugenddorf, mit einer Graffiti-Aktion, Hula-Hoop und Live-Musik auf einer eigenen Bühne. Ganz in der Nähe stand die Hauptbühne, auf der Ulrich Clancett mit Maskottchen Oli sprach.

Maike Wismar wartete geduldig vor der Bühne, bis Oli nach unten kam — dann durfte sie ihn endlich umarmen. Später am Tag ließ sich Oli noch in Schokolade aufwiegen: 1000 Tafeln ergaben sein Gewicht, sie wurden an die Kinder verteilt. Kreissprecher Harald Vieten überwachte die Aktion. Obwohl es gestern keinen Besucherrekord gab, war er zufrieden: "Das war ein rundum gelungenes Fest", sagte er am Nachmittag.

(NGZ)