Goch: Zweiter Interessent für Gewerbepark Goch-Weeze gefunden

Goch : Zweiter Interessent für Gewerbepark Goch-Weeze gefunden

Die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung für den Bebauungsplan Nr. 2 des Zweckverbands "Gewerbepark Weeze-Goch" stehen auf der Tagesordnung der heute öffentlich tagenden Verbandsversammlung.

Nachdem schon vor Monaten das Ansiedlungsvorhaben eines sehr großen Logistikunternehmens bekannt wurde, gibt es jetzt einen weiteren Interessenten, diesmal für ein Grundstück auf dem Stadtgebiet von Goch. Auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen "Koppers' Barriere" und der Rückseite des Hagebau-Marktes könnte sich auf einer Sonderbaufläche ein "großes Einzelhandelsunternehmen" niederlassen. Näheres dazu wollen die Verbandskommunen noch nicht mitteilen. Immerhin ist von einem "konkreten Ansiedlungsinteresse" die Rede.

Die Räte von Goch und Weeze haben in den vergangenen Wochen die Weisung erteilt, in der Verbandsversammlung einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zu fassen. Auch die weiteren Verfahrensschritte setzen eine vorherige Ermächtigung durch die jeweiligen Räte voraus. Das Grundstück im Gocher Süden ist riesig. Es erstreckt sich zwischen der Bundesstraße 67, Einmündung Gocher Grenzweg (dort verkauft Landwirt Ketelaars derzeit Heidelbeeren) und dem Bössershof entlang des rückwärtigen Teils des Baumarkts samt Außengelände. Der Stichweg zwischen Baustoffhandel und Edeka soll passend zur Investorenplanung ausgebaut werden. Mit einem weiteren Verbrauchermarkt dürfte sich erheblicher Verkehr ergeben.

Das entstehende interkommunale Gewerbegebiet soll helfen, die Nachfrage nach Gewerbeflächen für Logistikunternehmen und flächenintensiven produzierenden Unternehmen zu bedienen. Der Regionalplan wird derzeit geändert und ermöglicht in seinen künftigen Zielen und Grundsätzen die großflächige industrielle Entwicklung. Goch und Weeze stellen gemeinsam knapp 47 Hektar nahe der Autobahnauffahrt zur Verfügung. Das Verpackungsunternehmen will davon etwa 17 Hektar übernehmen, die Fläche für den Handelsriesen am Gocher Grenzweg dürfteetwa sieben Hektar groß sein. Mehrere hundert Arbeitsplätze könnten durch die beiden Projekte entstehen.

(RP)
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