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Zweiter Flachsmarkt 2019 mit vielen Händlern

Goch : Waffeln und Atmosphäre beim Flachsmarkt in Goch

Die fliegenden Händler sind das Salz in der Suppe. Aber auch Vereine und andere Gruppen aus Goch präsentieren sich auf dem Flachsmarkt.

Die fliegenden Händler mögen gerade für die auswärtigen Besucher die reizvollsten Akteure auf dem Gocher Flachsmarkt seien. Aber die Bürger der Stadt freuen sich besonders, Vertreter „ihrer“ Vereine und Gruppierungen anzutreffen – vorzugsweise in ehrenamtlicher Mission. So waren am Dienstag beim zweiten Flachsmarkt des Jahres 2019 unter anderem Frauen der Arnold-Janssen-Kirchengemeinde mit Waffeln backen beschäftigt. Ihre Einnahmen widmeten sie unter anderem dem Hirschberg-Ferienlager.

Wer nicht gerade Waffeln oder Reibekuchen aß, ein Fischbrötchen auf die Hand oder einen Glühwein an die Lippen nahm, schob sich wieder mit Freude durch die Straßen, die zweimal im Jahr zugunsten des Markttreibens für den Verkehr gesperrt werden. Wie immer gab es eine große Auswahl an Messern, Scheren, Bettwaren, Bürsten, Lappen und anderen nützlichen Haushaltsartikeln, es duftete nach Hustenbonbns und Fischbrötchen, warme Kissen und Decken wurden angeboten.

Überhaupt steht der November-Markt vier Wochen nach dem ersten Flachsmarkt des Jahres immer schon im Zeichen des Jahresendes, was für den einen vor allem Advent und Weihnachten bedeutet, für den anderen insbesondere Winter. Der kalten Jahreszeit treten die Flachsmarkt-Händler mit allem, was sich verkaufen lässt, mutig entgegen: Dicke Socken und Pullover, „vernünftige“ Unterwäsche, Mützen und Schals in allen Formen und Farben.

Es wäre aber nicht Flachsmarkt, wenn nicht der eine oder andere Marktschreier am Start wäre und zeigte, wie man Gemüse hobelt, Aal filetiert, Fenster putzt oder Dauerwurst verhökert. Wer Zeit hat, lässt sich den Rundgang nicht entgehen, zumal viele gesellige Begegnungen praktisch unvermeidbar sind.

(nik)