Zum integrierten Handlungskonzept Kalkar gehört ein Verfügungsfonds

Kalkar : Fonds soll die Stadt verschönern

Integriertes Handlungskonzept: Ab sofort Anträge an die Stadt Kalkar möglich.

Der Begriff klingt ein wenig sperrig, er umschreibt jedoch recht gut, um was es geht: um eine Geldsumme, die zur Verfügung steht und die recht unbürokratisch in Anspruch genommen werden kann. Von Privatleuten, die selbst investieren, dabei aber unterstützt werden möchten. Kalkar hat sein Integriertes Handlungskonzept, mit dem die innerstädtische Entwicklung vorangetrieben werden soll, mit einem solchen Verfügungsfonds ausgestattet. Anträge können ab sofort gestellt werden.

„Es geht uns um eine Bürgerbeteiligung am Stadtentwicklungsprojekt“, sagt Bürgermeisterin Britta Schulz. Denn in Gänze ist das Stadtbild ja nur dadurch zu verbessern, dass möglichst viele Kalkarer sich angesprochen fühlen, mitzuhelfen. „Bis Ende 2022 werden im Zusammenhang mit dem Handlungskonzept 25 Maßnahmen umgesetzt sein“, erinnerte im Pressegespräch Stadtbaurat Frank Sundermann. Dazu gehören so große, lang ersehnte Arbeiten wie die Umgestaltung des Marktplatzes, der Altkalkarer und Hanselaerstraße oder die Erneuerung der Wall- und Grabenzone. Aber eben auch weniger umfängliche Verbesserungen, die dennoch eine Menge zur Zufriedenheit der Bürger mit ihrer Stadt beitragen können.

Im Verfügungsfonds stehen pro Jahr 37.500 Euro, im vierjährigen Projektzeitraum werden das 150.000 Euro. „Der Zuschuss beträgt im Regelfall maximal 5000 Euro pro Maßnahme; 50 Prozent der  Summe muss der Antragsteller selbst aufbringen“, so Sundermann. Wobei es auch möglich sei, dafür einen Dritten zu gewinnen, ein Geldinstitut vielleicht oder ein sponserndes Unternehmen. Eben jemanden oder eine Stelle, der die Verschönerung Kalkars etwas wert ist.

Formlose Anfragen soll es schon gegeben haben, nun wartet die Stadt auf konkrete Anträge. Ein vorbereitetes Formular dazu gibt’s beim Fachbereich 2 Planen, Bauen, Umwelt. Britta Schulz weist darauf hin, dass nicht die Verwaltung oder die Politik über die Bewilligung entscheide, sondern ein Gremium, das aus Geschäftsleuten, Anwohnern, Eigentümern und eben auch Vertretern von Verwaltung und Wirtschaftsförderung besteht. Einmal im Quartal werde das Entscheidungsgremium zusammenkommen und beurteilen, welche Projekte förderwürdig sind. Die Bürgermeisterin denkt da an die Müllumkastungen an der Kirche, auch Bepflanzungen, kleine Plätze oder eine schönere Außengastronomie wären geeignete Objekte.

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