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Goch: Willi Girmes besingt Gocher Prinzenpaar

Goch : Willi Girmes besingt Gocher Prinzenpaar

Drei neue Lieder steuert Entertainer Willi Girmes zur Karnevalssession bei: Nach der Mallorca-Tour im Sommer startet er mit "Der fröhliche Priester", "Winne one und Winne two" und dem Prinzenlied durch.

Seit dem 11.11. herrscht Vorfreude bei all jenen, denen vier Jahreszeiten im Kalender nicht ausreichen. Das künftige Gocher Prinzenpaar wurde vorgestellt, die wichtigsten Termine, also der 3. Januar mit der Prinzenkür und der 3. März mit dem Rosenmontagszug, werden längst im Schlaf aufgesagt, die Wahl des Kostüms bei vielen längst beschlossene Sache.

Nur einer, der guten Gewissens zu den Ober-Karnevalisten gezählt werden kann — wenn auch eher auf emotionaler als auf Funktionärs-Ebene —, hat sich in puncto Verkleidung noch nicht definitiv entschieden. Zur Auswahl stehen — neben dem obligatorischen Leopardenmantel-Markenzeichen natürlich — ein Indianerkostüm und — derzeit nicht ohne politische Brisanz — das eines Priesters. Denn Girmes hat den Sommer über auf der heimischen Gocher Finca für die anstehende Karnevalssession gleich zwei neue Lieder vorbereitet.

Den Text zu "Der fröhliche Priester" hat Girmes selbst geschrieben, Melodie und Idee stammen jedoch aus den benachbarten Niederlanden. "Zwei ältere Herren aus Utrecht sind auf mich zugekommen und meinten, dass der Song, der schon mit großem Erfolg in Holland läuft, genau das richtige für mich wäre", erinnert sich Girmes. Er ließ sich schnell überzeugen und testete seine abgewandelte Version im Megapark auf Mallorca. Mit Kutte und Klohbürste in der Hand segnete er das Feiervolk und merkte: Der Titel kommt an. Und selbiges wird, da ist sich Girmes sicher, auch für den zweiten Song gelten. Der lautet "Winne one und Winne two" und gibt textlich gleich zu Beginn die stimmungsmäßige Stoßrichtung vor: "Ich fühl' mich wie Old Shatterhand / Wenn die ganze Hütte brennt".

"Ich habe die Nummer partytauglich umgestaltet", sagt Girmes und bezieht sich damit darauf, dass auch dieser Titel ursprünglich von jemand anderem stammt. Roland Zetzen aus Brüggen, sonst eher ein Experte für Kinderlieder, ist der geistige Vater und auch er sprach den Gocher Girmes an. "Er kannte meinen Piratentanz und über Dritte kamen wir in Kontakt", so Girmes. Der besondere Clou bei diesem Song dürfte, wie beim Piratentanz, wieder die Möglichkeit zum Mittanzen sein. "Dieser Tanz ist leichter als der vom Piratentanz, macht aber mindestens genau so viel Spaß", verspricht der Vortänzer. Bald wird es hierzu im Internet sowohl ein "How to dance", also eine Anleitung geben, als auch das offizielle Video zum Lied selbst. Nichts Geringeres als eine "Welturaufführung" verspricht Girmes zum Schluss. Denn auch diesmal hat er das Prinzenlied geschrieben und das wird er am 3. Januar in der Gocher Dreifachturnhalle zum ersten Mal präsentieren. Ob als Priester oder Indianer ist nicht bekannt.

(RP)