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Goch: Weihnachtszauber im Gemeindegarten

Goch : Weihnachtszauber im Gemeindegarten

Die evangelische Kirchengemeinde Goch veranstaltet am Samstag wieder den kleinen Markt unterm Geusendaniel. Der Erlös fließt wie in den Vorjahren in das Projekt einer Hilfseinrichtung in Nairobi.

Es gibt sie noch - die gute Fee. Wenn sie auch keinen Zaubertrick mehr auf Lager hat, um die Wünsche der Menschen zu erfüllen, so verwandelt sie sie - feengleich - immerhin in eine große Blase aus Licht und Luft und hilft dabei, dass Wünsche und Träume nicht vergessen werden und Sorgen einfach davon schweben. Wo man ihr begegnen kann? Im Gemeindegarten der evangelischen Kirchengemeinde Goch, die am morgigen Samstag zum siebten Mal den Weihnachtszauber veranstaltet.

14 Stände werden einen Tag vor dem vierten Advent, von 14 bis 19 Uhr hinter der evangelischen Kirche am Gocher Markt zu finden sein. "Wir sind der etwas andere Weihnachtsmarkt", sagt Presbyterin Britta Gemke. Zusammen mit Bettina Prinz, ebenfalls Mitglied im Presbyterium, organisiert sie den "Weihnachtszauber". Anders sei der Markt, weil nur Vereine, Vertreter gemeinnütziger Gruppen und Privatleute die Stände beschicken und die Erlöse für einen guten Zweck spenden. So bietet die Kindertagesstätte an der Niersstraße Selbstgebasteltes an, einen Stand bestückt der Eine-Welt-Laden "Go fair" mit Waren zu Preisen, die auch den Erzeugern aus armen Ländern zu Gute kommen. Neu dabei sind acht Frauen, die unter dem Motto "Helfen mit Herz" für Einrichtungen wie zum Beispiel Altenheime nähen. Wie Britta Gemke beschreibt, fertigen sie sogenannte Nesteldecken für Demenzkranke. Diese Decken sollen helfen, Erinnerungen wachzurufen. Weiter nähen und spenden die Frauen Kleidung für die Frühchenstation des Klever Krankenhauses. Wie Bettina Prinz erklärt, verwaltet der Initiativkreis "Helfen mit Herz" seine Spende in Eigenregie. Die Näherinnen werden dafür neue Stoffe kaufen. Die übrigen Einnahmen der evangelischen Kirchengemeinde fließen wie schon seit einigen Jahren in das Projekt PLCC (Pangani Lutheran Children Central Nairobi). Wie Britta Gemke berichtet, handelt es sich dabei um eine Einrichtung für Kinder, insbesondere Mädchen von 5 bis 12 Jahren, die traumatisiert durch beispielsweise sexuelle Gewalt dort wieder in ein normales Leben finden. Sie erhalten Bildung und werden psychologisch und medizinisch betreut.

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Für die kleinen Besucher gibt es ein Kasperletheater im Jugendkeller, das Conny Rufeger und Esther Linnemann vorbereitet haben. Für die Flüchtlinge, die noch nicht so gut Deutsch verstehen, wird hier auch ein Dolmetscher zur Stelle sein. Wer Lust hat, kann zusammen mit den Jugendlichen der Helferkreise Seife fertigen. Stockbrot backen mit den Kindern steht ebenfalls auf dem Programm. Innerhalb der Kirche wird an diesem Nachmittag zeitgleich eine Ausstellung mit Werken der niederländischen Künstlerin Eva Ravesslot-Tophorn zu sehen sein. Wie Britta Gemke beschreibt, arbeitet die Malerin mit Zeitungsausschnitten, die sie in Ölgemälde integriert.

Musikalisch wird der Nachmittag gestaltet durch den Gospelchor und den Bläserkreis, der um 17.30 Uhr zum gemeinsamen Singen einlädt. Hierzu gibt es "Liedlaternen" für alle, die etwas textunsicher sind. Musiker Christoph Krott kommt ebenfalls in den Gemeindegarten, singt um 15.30 Uhr zusammen mit den Kindern. Da der Markt, wie Britta Gemke betont, bei jedem Wetter stattfindet, gibt es auch warme Getränke wie Glühwein und Kinderpunsch. Waffeln, Würstchen, Kuchen fehlen nicht. "In diesem Jahr gibt's auch Erbsensuppe", so Britta Gemke. Für die vorweihnachtliche Atmosphäre sorgen auch eine schöne Beleuchtung, Feuerkörbe und Öllampen. Um 18.45 Uhr werden Ralf Gemke und Stefan Schmelting auf der Trompete einen stimmungsvollen Schlusspunkt setzen.

(RP)