Weihnachtsmarkt Goch vom 12.-15. Dezember auf dem Marktplatz

Goch : Weihnachtsmann wohnt wieder in Goch

Ein eigenes Wohnzimmer für den Mann mit dem langen weißen Bart – das gibt es nur in Goch. Jedes Kind darf ihn besuchen und vielleicht sogar mit seiner Kutsche fahren. Große sehen zu, kaufen ein und trinken Glühwein.

Bevor die Gemütlichkeit um sich greift, steht erst einmal allerlei Arbeit an. Sowohl für die Gastronomen, Händler und sonstigen Büdchen-Betreiber, als auch für die engagierten Kräfte des Werberings. Vielen  Menschen wird es zu verdanken sein, wenn sich am Donnerstag, 12. Dezember, der Gocher Weihnachtsmarkt so pracht- und stimmungsvoll wie gewohnt zeigt. Ein Gast freut sich schon besonders, denn er dürfte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerade der jüngeren Besucher stehen: Der Weihnachtsmann persönlich kommt auf den Gocher Markt. Dort wandert er nicht etwa nur herum, sondern bezieht ein eigenes Wohnzimmer. Er reist mit de Kutsche an und hat zudem noch charmante Elfen als Helferinnen.

Denn der alte Mann mit dem roten Mantel und dem langen weißen Bart hat eine Menge zu tun. Wenn die Eltern der Gocher Kinder dies vorbereiten (Anmeldung vor Ort bei den Elfen persönlich), dürfen die Kleinen den freundlichen Kerl besuchen und sich mit ihm fotografieren lassen. Das gerahmte Bild finanzieren die Stadtwerke, die auch dafür sorgen, dass die Kleinen zur Markteröffnung eine Runde Kutsche fahren dürfen. Marketing-Leiterin Kristina Derks freut sich schon  auf all die putzigen Geschichten und Gedichte, die bestimmt wieder zu hören sein werden.

Jörg Thonnet und sein Vorstandsteam des Werbering stellten im Pressegespräch das diesjährige Programm des innerstädtischen Marktes vor. Kollege Axel Holl macht darauf aufmerksam, dass die Arbetien am Marktplatz bereits am Sonntag beginnen. Strom muss verlegt werden, die Hütten sind aufzubauen, die Bühne ist zu bauen, diverse Sicherheitsvorkehrungen müssen berücksichtigt werden. Wie immer gibt es Süßes und Herzhaftes zu genießen, ganz bestimmt nimmt der Glühwein wieder einen wichtigen Stellenwert ein. Die Punsch-Bar des Hotel Litjes lockt verwöhnte Gaumen, und auch Thomas Krieges Schweizer Raclette hat seine Fans. Was nicht heißen soll, dass die klassische Grillwurst  oder der Weckmann nicht zu haben sein werden . . .

Nicht alle Händler, die man wollte, sind diesmal dabei, zweimal verursachte Krankheit einen Ausfall. Angeboten werden in den Hütten Holzbrettchen, Schmuck aus Silber und Halbedelsteinen, Imkerei-Produkte, Floristik samt Vogelhäusern. Auch Mützen und Schals müssen sein, Patchwork und selbst gemachte Liköre. Schokolade, Plätzchen, Schinken und Wurst  eignen sich nicht nur zum Direktverzehr, sondern sind auch als Geschenke gut geeignet.

Ganz große Aufmerksamkeit auf dem Gocher Weihnachtsmarkt erzielt in jedem Jahr das Bühnenprogramm. Es ist vielseitig, soll kleine und große Besucher erfreuen und unterschiedliche Geschmäcker bedienen. Das klappt immer und mit überwiegend „eigenen“ Akteuren. Die Kindergärten sind dabei, Musikzüge, Feuerwehr, Unterhaltungsmusiker – jede Menge Abwechslung darf erwartet werden.

Zum Start des Weihnachtsmarktes präsentiert sich am Donnerstag um 16 Uhr die Evangelische Integrative Kindertagesstätte Niersstraße. Bis die aufgeregten Mini-Jungs und -Mädchen wieder von der Bühne klettern, muss sich der Bürgermeister gedulden. Erst danach darf Ulrich Knickrehm gemeinsam mit dem Werberingvorstand und den Sponsoren den Markt eröffnen. Später machen „Heat Wave Lite“ Musik.

Nachdem an Tag zwei die Kinder der Kita St. Maria Magdalena ab 15.45 Uhr gesungen haben, kommen zwei Chöre aus Uedem und Weeze, die sich „Singing Sisters“ nennen, zusammen auf die Bühne. Später sind der Musikzug der Feuerwehr und „Anjens Unplugged“ um Jens Meivogel gefragt. Am Samstag geht das Programm schon früher los: Um 13 Uhr bläst der Posaunenchor der Pfalzdorfer Kirchengemeinde, danach spielt das Jugendorchester des Bundesschützenmusikzugs Hassum. Die Nachwuchsgruppe erlebt ihren ersten großen Auftritt! Ganz anders die „Learning Voices“ der Realschule Goch. Die haben schon jede Menge Bühnenerfahrung, ebenso die Cleve-Land-Big-Band der Kreismusikschule Kleve, die am frühen Samstagabend weihnachtlich daher kommt. Das Duo „Musicna“ beschließt den Abend.

Essen und Trinken stehen beim Gocher Weihnachtsmarkt immer hoch im Kurs, aber es gibt auch viel zu kaufen. Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)/Stade,Klaus-Dieter (kds)

Die Kleinen des Arnold-Janssen-Kindergartens sind am letzten Tag ab 12.15 Uhr zu bestaunen, danach präsentieren sich die Tanzschule Axmann, der Spielmannszug der Feuerwehr und die „Pipes & Drums“. Kurz vor Schluss des Tages werden die Gewinner des Advents-Gewinnspiels (Rathausfenster) gezogen, der Fanfarenzug des BSV Pfalzdorf und die Turmbläser der Fanfaren beschließen den diesjährigen Weihnachtsmarkt.