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Goch: Voßstraße ab nächster Woche wieder frei

Goch : Voßstraße ab nächster Woche wieder frei

Bei den Bauarbeiten in der Gocher Fußgängerzone war es unerwartet zu Problemen gekommen. Um das anstehende Weihnachtsgeschäft aber nicht zu behindern, werden die Spuren der Baustelle in den kommenden Tagen beseitigt.

Eigentlich sollte die Voßstraße in den kommenden Tagen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft saniert und mit neuer Optik wieder eröffnet werden. "Dann sind aber unerwartet Probleme mit dem Untergrund aufgetreten", sagt Bernd Verheyen von der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft. Und so gibt es derzeit anstatt schönem neuem Pflaster vor allem Schotter und offene Straße zu sehen.

"Zu Beginn der Maßnahmen haben wir an bestimmten Stellen Probeschachtungen unternommen, um Klarheit über den Untergrund zu bekommen", erklärt Verheyen. Dabei stieß man genau auf das, was man im Vorhinein auch erwartet hatte: Kalksteinschotter. Zum Leidwesen aller Beteiligter waren die Probestellen dann aber - und das war deutlich anders als erwartet - nicht repräsentativ für die gesamte Fußgängerzone. "Im Verlauf der Arbeiten sind wir dann auch auf Hochofenschlacke gestoßen", sagt Verheyen. Und die bindet dermaßen gut ab, dass sich unter dem Pflaster eine betonähnliche Schicht entwickelt hat. "In dieser Mächtigkeit haben wir da nicht mit gerechnet", sagt Bernd Verheyen. "Warum die Straße damals mit der Hochofenschlacke verfüllt worden ist, kann man heute nicht mehr sagen."

Das alles verlängert die Dauer der Baustelle aber deutlich. "Wir haben uns dazu entschieden, die Arbeiten vorerst einzustellen", erklärt der Fachmann. Damit keine Bauarbeiten die Idylle des Weihnachtsgeschäfts in der Gocher Fußgängerzone behindern, wird die Baustelle jetzt komplett zurückgebaut. "Wir werden die offenliegenden Flächen schließen und sämtliche Sperrungen, Baugeräte und Container abtransportieren", sagt Bernd Verheyen. Dann können nicht nur die Besucher ungestört durch die Straße flanieren - auch der Lieferverkehr kann seine Pakete wieder direkt vor die Haustür bringen. "Das haben wir den Bewohnern und Geschäftsinhabern auf der Anliegerversammlung versprochen und das halten wir auch so ein", sagt Verheyen.

Neujahr setzen sich die Vertreter der Stadt und des Bauunternehmens zusammen, um sofort über den Fortgang der Arbeiten zu beraten. "Wir können jetzt ja noch nicht abschätzen, ob wir dann aufgrund eines starken Wintereinbruches dicke Schnee- und Eisschichten haben", sagt Verheyen.

Dass die längere Wartezeit Mehrkosten verursacht, dürfte klar sein. Dennoch zeigt sich der Fachmann optimistisch, dass sie noch im Kostenrahmen abgefangen werden können. "Ich möchte mich bei dem Bauunternehmen bedanken, dass vor allem im Bereich der Kommunikation mit der Stadt und den Anliegern wirklich gute Arbeit geleistet hat", sagt Bernd Verheyen.

Wenn die Arbeiten der Fahrbahn abgeschlossen sind, kommen die Nebenflächen der Voßstraße an die Reihe, danach die Steinstraße inklusive Kanalarbeiten. "Dann sprechen wir aber schon von Sommer und Herbst des kommenden Jahres", erklärt er. Auf das Ergebnis freut sich dann wohl nicht nur der Fachmann. "Wir haben von Anwohnern die Resonanz erhalten, dass sie sehr zufrieden mit der neuen Optik sind."

(lukra)