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Goch-Asperden: Vortragsreihe über das Mönchtum fortgesetzt

Goch-Asperden : Vortragsreihe über das Mönchtum fortgesetzt

Auf Klostergut Graefenthal präsentierte Referent Horst Jachnow den zweiten Teil der Serie über die großen Orden.

Vor einigen Tagen folgte der 2. Teil des bebilderten Vortrags zum Thema "Die Entwicklung des abendländisch-christlichen Mönchtums am Beispiel der großen Orden im Überblick". Der Referent Horst Jachnow knüpfte an seinen Vortrag vom Oktober an und setzte in etwa ab dem Jahr 700 seine persönlichen Studien fort. Hierbei erklärte er auch deutlich, wie er zu seinen Erkenntnissen kam und warum er die Entwicklungen so bewertete.

Sicherlich gab es viele Klöster und Stifte, aber von einem Orden konnte man noch nicht sprechen als Benedikt (II.) von Aniane seine ersten Klöster gründete. Auskunft über das typische Klosterleben gab auch der später so berühmt gewordene Klosterplan von St. Gallen. Es ist einem Zufall, möglicherweise der Bequemlichkeit eines Mönches zu verdanken, der um die Vita des St. Martin aufs Pergament zu schreiben nicht den Klosterplan abkratzte, wie es von ihm erwartet worden wäre, sondern einfach die Rückseite beschriftete, dass der Klosterplan erhalten blieb, der uns Heute detailgenau die Anlage eines Klosters erläutert.

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Die Reichsteilung (840-870) stellte eine schwerwiegende Zäsur dar. In den darauffolgenden Jahren fanden über die Reformbewegungen viele Klöster zu ihren strengen Regeln zurück und mehr als 200 Abteien schlossen sich dieser Bewegung an. Aber auch jetzt können wir noch nicht von Klosterverbänden oder Orden sprechen. Ein erster Klosterverband gründete sich in Cluny und fand bis zum Ende des 11. Jahrhunderts mehr als 1200 Klöster mit insgesamt etwa 20 000 Mönchen die sich anschlossen.

Die hier dargestellte Welle der Reformbewegung war im Wesentlichen auf eine Hinwendung zur Armut zurückzuführen. Immerhin noch zum Ende des 11. Jahrhunderts gründete sich das Kloster in Citeaux, welches in seinem Generalkapitel aus dem Jahr 1119 eindeutige verbindliche Regeln festlegte. Möglicherweise aus diesem Grund erhielt es die päpstliche Approbation.

Jachnow nimmt das zum Anlass, dieses Kloster als den ersten europäischen Orden zu bestimmen. Aus den Töchterklöstern Citeauxs entwickelte sich später auch das Zisterzienserkloster Graefenthal.

Die Fortsetzung der Reihe erfolgt am 18. Januar des kommenden Jahres, dann wieder um 10.30 Uhr in der großen Graefenthaler Remise.

(RP)