7. Februar 1945 „Christbäume“ weisen dem Tod den Weg - Goch wird in einer Nacht zur Mondlandschaft

Goch · Vor 75 Jahren: Am 7. Februar 1945 zerstörten 147 alliierte Bombenflugzeuge die Stadt Goch. 200 Menschen starben im Inferno. Ein Rückblick auf einen der schlimmsten Tage der Stadt.

 Ein Bild aus der Ausstellung „Krieg und Zerstörung der Stadt Goch“ von Hans-Joachim Koepp mit Trümmern auf dem Marktplatz, Häuserruinen, dem Rest der Evangelischen Kirche und der schwer angeschlagenen  Maria-Magdalena-Kirche, deren Turm die Bombardierung überstanden hatte.

Ein Bild aus der Ausstellung „Krieg und Zerstörung der Stadt Goch“ von Hans-Joachim Koepp mit Trümmern auf dem Marktplatz, Häuserruinen, dem Rest der Evangelischen Kirche und der schwer angeschlagenen  Maria-Magdalena-Kirche, deren Turm die Bombardierung überstanden hatte.

Foto: Heimatverein

Mittwoch, 7. Februar 1945, 21.55 Uhr: Die wenigen Menschen in der seit Monaten evakuierten Stadt Goch erstarren vor Schreck, denn am nachtschwarzen Himmel tauchen plötzlich sogenannte „Christbäume“ genau über den Stadtmauern auf, rote und grüne Leuchtkugeln, die dem in Bomberflugzeugen nahenden Tod den Weg weisen und das Bombenabwurf-Gebiet markieren. Nur wenige Minuten bleiben den Menschen am Erdboden, um Zuflucht in Bunkern und Kellern zu suchen, bevor der Tod vom Himmel fällt. Die Nacht des Grauens hatte begonnen: 200 Menschen, darunter 30 Gocher Bürger und Soldaten sowie 170 sogenannte Fremdarbeiter aus Russland und Polen, aber auch aus Italien und den Niederlanden, schafften es nicht mehr, sich in Sicherheit zu bringen und starben im Bombenhagel. Das alte Goch wurde restlos in Schutt und Asche gelegt, erlebte heute vor 75 Jahren die schwärzesten Stunden der Geschichte.