Uedem/Goch/Kevelaer: Volksbankstiftung fördert Heimatkunde

Uedem/Goch/Kevelaer: Volksbankstiftung fördert Heimatkunde

26.700 Euro schüttete die Stiftung der Volksbank an der Niers an "Vereine mit einem heimatkundlichen oder heimatgeschichtlichen Interesse" aus. Auch in Goch wurden viele Vereine mit Fördergeldern bedacht.

Projekte von Vereinen und Institutionen aus den Bereichen Heimatgeschichte, gewachsene Tradition, religiöses oder profanes Brauchtum fördern: Mit diesem Ziel wurde 1994 die Stiftung der Volksbank an der Niers (damals noch Volksbank Goch-Kevelaer) gegründet. Seitdem wurden bereits viele kleine und größere Vorhaben gefördert. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder zahlreiche Vereine mit einem "heimatkundlichen oder heimatgeschichtlichen Interesse" um die begehrten Fördergelder beworben. 34 Bewerber werden mit insgesamt 26.700 Euro unterstützt, um zukünftige Projekte finanzieren zu können. Johannes Snelting, der Vorsitzende des Stiftungsbeirates, führte durch den Abend und nahm sich die Zeit, zunächst der Volksbank an der Niers für die Einrichtung der Stiftung und die Betreuung des Stiftungsvermögens zu danken: "Die Zinsen aus diesem Vermögen ermöglichen es der Stiftung erst, diese Projekte zu unterstützen."

Anschließend stellten die Vertreter der bedachten Vereine die Projekte vor, für die sie dringend finanzielle Hilfe benötigten. Dabei zeigte sich die ganze Bandbreite der heimatkundlichen und heimatgeschichtlichen Arbeit.

Der noch junge Verein "Natur&Kultur im Achterhoek" möchte gleich ein ganzes Haus, das Heiligenhäuschen aus den 1930er Jahren, abtragen und an einer öffentlich zugänglichen Stelle wieder aufbauen und die St. Johannes Bruderschaft Kengen wird die finanzielle Unterstützung der Volksbankstiftung in Höhe von 1000 Euro nutzen, um das kaputte Dach der historischen Marienkapelle reparieren zu lassen. Ebenfalls für Reparaturen benötigt der Förderverein Steprather Mühle Walbeck die Zuwendung (1200 Euro) der Stiftung: Das Krühwerk der ältesten noch voll funktionstüchtigen Mühle in Deutschland muss erneuert werden, damit weiterhin "oben Korn rein geht und unten Mehl rauskommt" (O-Ton Ludger Kersten vom Förderverein).

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Neben solchen ganz handfesten Projekten, bei denen die Mitglieder der einzelnen Vereine nicht nur Engagement sondern auch Muskelkraft einsetzen müssen, gab es auch Fördergelder für Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen. Unter anderem der Pfälzerbund am Niederrhein, der Arbeitskreis Weeze Heimatgeschichte und der Förderverein Kloster Graefenthal erhielten Zuwendungen, um Kataloge von Ausstellungen über Zeitgeschichte und historische Dokumente veröffentlichen zu können. Der Heimatverein Goch freute sich über 500 Euro für eine Informationstafel zu dem Denkmal der "Drei Jünglinge im Feuerofen" im Stadtpark und der Verkehrs-und Heimatverein Kessel wird seine Zuwendung von 1000 Euro nutzen, um Informationstafeln für einen historischen Rundgang durch die Gemeinde zu finanzieren.

Ebenfalls 1000 Euro erhält der Heimat - und Verschönerungsverein Asperden, um noch fehlende Restaurierungsarbeiten und den Einbau der Skulptur des Heiligen Antonius in die Dorfkirche zu finanzieren. "Die Figur ist aus Nussbaum geschnitzt und stammt aus dem 15. Jahrhundert", berichtete Gustav Kade vom Heimatverein. Nach über 100 Jahren in Privatbesitz wird das historische Kunstwerk dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Zum Abschluss würdigte Johannes Janhsen, Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, das ehrenamtliche Engagement der Anwesenden und ihrer Mitstreiter: "Bleiben Sie weiterhin so aktiv und mutig, denn ohne Ihre Arbeit wären all diese Projekte nicht möglich."

(nabr)