Goch: Verzögerung bei Baustelle auf der Hauptstraße

Goch : Verzögerung bei Baustelle auf der Hauptstraße

In der Wallfahrtsstadt hatten Bürger Gelegenheit, sich über die künftige Stadtentwicklung zu informieren.

Der bundesweite "Tag der Städtebauförderung" wurde am Wochenende dazu genutzt, um in der Marienstadt auf die verschiedenen Baustellen einzugehen, die die Innenstadt noch einige Zeit prägen werden.

Eröffnet wurde das Präsentationsangebot von Bürgermeister Dominik Pichler am Luxemburger Platz: "Ich bin froh, dass auch viele Leute gekommen sind, die ich zu diesem Thema noch nicht gesehen habe." Doch nicht nur über den großen Andrang freute er sich, sondern ebenfalls über die gemeinsamen Gespräche, die er danach führte: "Denn nur so kann man die verschiedenen Ängste und Fragen der Bürger richtig ansprechen."

Stephanie Janning vom Büro "Ingenieurplanung Wallenhorst" nahm sich Zeit für zwei Rundgänge, um dabei den interessierten Besuchern zu erklären, was mit den Bäumen im religiösen Kern der Stadt passieren wird. "Definitiv ist noch nichts, da wir noch die nötigen Informationen des Baumgutachters und des Tiefbauamtes brauchen. Die Gestaltung des Luxemburger Platzes und des Kapellenplatzes sollen im Großen und Ganzen gleich bleiben. Wenn aufgrund von Krankheiten oder der Größe doch mehr Bäume raus müssen, die laut Konzept erhalten bleiben sollen, wird auf jeden Fall nachgepflanzt."

Vor dem Petrus-Canisius-Haus soll es etwas aufgeräumter werden, erklärte Janning: "Die Kirche sagt, es gibt ein Problem, da die Bäume hier direkt am Platz zu groß und zu zahlreich sind. Die Überlegung ist, vielleicht statt zwei Baumreihen nur eine zu machen." Ein weiteres Thema ist natürlich die Barrierefreiheit und das Angleichen des, besonders an dieser Stelle, oft abschüssigen und hubbeligen Weges.

"Was wird mit dem Pflaster? Wird dadurch der Charakter des Orts verändert?", wollten viele Leute wissen. "Nein, wir möchten, dass der eigentliche Charme hier wiederhergestellt ist, wenn alles renoviert und barrierefrei gemacht wurde", betonte Stephanie Janning. "Ein Plan sieht auch vor, dass wir das Pflaster hier am Luxemburger Platz wieder einbauen, nachdem das Gefälle rausgenommen wurde."

Wer wollte, der konnte am Mittag sogar selbst einmal mit einem Rollstuhl, oder Rollator versuchen, die unebeneren Stellen zu passieren. "Der Punkt ist, dass wir eben noch komplett in der Planungsphase sind und deshalb auch nach wie vor sehr an der Mitarbeit der Bevölkerung und ihren Ideen interessiert sind", berichtete Stephanie Janning. "Am 20. Juni um 19 Uhr wird im Petrus-Canisius-Haus die Vorentwurfsplanung öffentlich vorgestellt und wir hoffen, dazu viele Leute begrüßen zu können."

Etwas hinter dem Zeitplan sind die Bauarbeiten auf der Hauptstraße zurück. "Wir denken jetzt, dass wir etwa Ende der Sommerferien fertig sind", erklärte Norbert de Ryck, der Resortleiter des Tiefbaus. "Die Planung hat einfach mehr Zeit als erwartet in Anspruch genommen. Als nächstes soll die Pflasterung an den Randbereichen der Hauptstraße beginnen."

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten in der Marienstadt gibt es unter www.kevelaer-stadtkernerneuerung.de.

(RP)
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