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Vermögensbetrieb Goch investiert rund sechs Millionen Euro in Hochbau

Investitionen Goch : Umbau des Fünf-Ringe-Hauses beginnt

Mit der Verlagerung des Gocher Stadtarchivs vom Rathaus ins Fünf-Ringe-Haus beginnt eine neue Zeit für das prägnante Gebäude am Markt. Der Vermögensbetrieb investiert 2021 sechs Millionen Euro in öffentliche Gebäude.

Im aktuellen Haushaltsplan, der ja von den poitischen Fraktionen noch diskutiert und beschlossen werden muss, gibt es nur wenig Spielraum für wünschenswerte öffentliche Projekte. Nicht zuletzt wegen der schwer einzuschätzenden Folgen der Corona-Pandemie für die Kommunen haben Kämmerin und Bürgermeister nur solche Projekte in den Haushalt eingestellt, die kaum aufschiebbar sind.  Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft GO! hat knapp sechs Millionen Euro für Investitionen in die Gocher Gebäude zur Verfügung. Der größte Teil wird in die Schulen fließen,  in die Infrastruktur (Glasfaser, Digitalisierung) und in weitere städtische Gebäude. Nicht zuletzt wird mit dem Umbau des Fünf-Ringe-Hauses begonnen. Unter anderem soll das Stadtarchiv im hinteren Bereich des Hauses untergebracht werden.

Eine größere Investitionssumme fließt in den Anbau der Grundschule St. Georg (RP berichtete ausführlich), die eine Mensa und mehr Platz für Ganztag und gemeinsamen Unterricht benötigt. WLAN und Durchsageanlage gehören ebenfalls dazu.  Die Niers-Kendel-Schule  mit ihren zwei Standorten Asperden und Kessel bekommt eine neue Turnhalle einschließlich Sanitär- und Umkleideräumen auf dem Schulgelände in Asperden. Für die Ausführung sind Fördermittel aus dem Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2021“ beantragt worden. Die Förderquote beträgt 90 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 1.500.000 €.

Der Schulstandort Kessel soll erweitert werden. Die aktuelle Planung umfasst die Nutzung des vorhandenen und nicht mehr benötigten Jugendraumes im Kellergeschoss zu Gunsten der Schule sowie Anbauten für die Verwaltung und das Lehrerzimmer. Im Ansatz enthalten ist die Fortführung der Planungen bis zur Entwurfsplanung. Auch die innerstädtische Liebfrauenschule      bekommt Geld; die   Außentüren  werden erneuert. Schon seit vielen Jahren ist die historische Ausgangstür des Treppenhauses zur Theodorstraße aus brandschutztechnischen Gründen dauerhaft geschlossen. Der Brandschutz verlangt eine Änderung, die mit dem Denkmalschutz abgestimmt wurde.

In der Arnold-Janssen-Schule steht der EDV-Raum samt Bücherei zur Erneuerung an. Dort wird es, wie berichtet, ab Sommer einen rhythmisierten Ganztag mit entsprechenden Bedürfnissen geben. Nicht nur die Grundschulen profitieren: Die    Leni-Valk-Realschule    bekommt eine neue WC-Anlage.

Das Langenberghaus, Sitz der VHS-Verwaltung, benötigt eine neue Heizungsanlage samt Heizkörpern und   Warmwasserversorgung. Ins Fünf-Ringe-Haus soll in absehbarer Zeit auch der  Heimatverein  einziehen. Für die Öffentlichkeit wichtig ist, dass auch die Tourist-Info dort anzutreffen sein wird.  Das NRW-Heimatministerium unterstützt die Maßnahme  – Ministerin Scharrenbach hatte den Bescheid im vergangenen Jahr persönlich übergeben.

Nicht nur in Goch Mitte tut sich was, auch die Alte Schule Hülm profitiert, sie wird zum Dorfhaus umgebaut.  Auch dort liegt eine Förderzusage aus dem Programm „Dorferneuerung“ vor.

Längst ist die St.-Martin-Schule  keine (Haupt-)Schule mehr, sie soll ein  Ortsteilzentrum werden; einige Räume werden von der Volkshochschule genutzt. Das Programm „Soziale Integration im Quartier“ erleichtert die Finanzierung. Hülm und Asperden brauchen modernere  Feuerwehrgerätehäuser. In Hülm wurde dazu eine ehemalige Gaststätte an der Schule angekauft und inzwischen abgerissen. Erweitert wird die Fahrzeughalle in Asperden.

Das Jugendheim Astra bekommt einen großzügigen Anbau, die vorhandenen Altgebäude werden teilweise ertüchtigt. Ein Antrag auf Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ wurde eingereicht. Eine Toilettenanlage im Stadtpark und die Umrüstung der Beleuchtung des Rathauses auf LED sind ebenfalls geplant.

Die Sanierungen von Schulhöfen gehören zum Bereich Tiefbau. 2021 sollen der Schulhof der Arnold-Janssen-Schule und der Liebfrauenschule   erneuert werden.