Goch : Vereine alarmiert

Mit geradezu schneidend kühler Sachlichkeit verkündete Georg Brenker, bei der Stadt zuständig für "Sportangelegenheiten", mögliche Grausamkeiten. Die Stadt muss sparen. Sicher. Daher den Sportplatz in Nierswalde und auch noch die Turnhalle verkaufen?

Klar ist: Wenn die Stadt jetzt nicht spart, kommt sie unter "Zwangswirtschaft", sprich, unter Aufsicht des Landes. Der Rat hat nun den Schwarzen Peter. Kämmerin Bettina Gansen machte Sparvorschläge, entscheiden muss die Politik. In Nierswalde gleich Sportplatz und Turnhalle dichtmachen; damit nicht nur die Nierswalder, sondern auch die Pfalzdorfer Alemannia verprellen — das betrifft 1500 Mitglieder und ihre Familien. Das sind Wählerstimmen, sehr viele.

Die Vereine bauten der Politik im Sportausschuss schon goldene Brücken. Machten deutlich, sie würden, obwohl das Ärger gibt, die Mitgliedsbeiträge erhöhen, um mehr Kosten für Plätze und Halle selbst zu tragen. Boten noch mehr Eigenleistung an.

Der Rat wird in diesem Jahr noch viele Sparbeschlüsse fassen. Aber in Nierswalde und Pfalzdorf, da wird nach einer Kompromisslösung gesucht. Gut so. Dann wird sie sicher auch gefunden. THOMAS CLAASSEN

(RP/rl)