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Verdacht auf Schwarzarbeit: Razzia bei PapaMi in Goch

Zoll-Kontrolle : Verdacht auf Schwarzarbeit: Razzia bei Papa Mi in Goch

Drei Mitarbeiter hatten ihre Ausweisdokumente nicht am Arbeitsplatz. Nachdem ihre Personalien festgestellt wurden, ging der Betrieb weiter.

Schrecksekunden am Samstag im Lokal Papa Mi in Goch: Um 19 Uhr, mitten im abendlichen Hochbetrieb, stürmte der Zoll in das vietnamesische Restaurant hinein. 15 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit forderten die Mitarbeiter auf, alles stehen und liegen zu lassen und ihre Ausweise zu zeigen.

So lief die Razzia nach der Schilderung von Chef-Kellner Ronny Müller ab: Drei der insgesamt 15 Mitarbeiter des Unternehmens hatten ihre Ausweispapiere nicht dabei. Sie wurden vom Zoll zur Feststellung ihrer Personalien mitgenommen. „Die drei Mitarbeiter hatten lediglich vergessen, ihre Dokumente mitzunehmen. Sie sind, ebenso wie auch alle unsere anderen Mitarbeiter, offiziell angemeldet“, sagt Müller. Nachdem die drei Köche sich ausgewiesen hatten, durften sie wieder weiterarbeiten.

Insgesamt kam der Betrieb im Papa Mi durch die Zoll-Kontrolle für drei Stunden zum Erliegen. Die Crew um Ronny Müller war entsprechend wenig begeistert. „Die Zollbeamten waren sehr unfreundlich. Das hätte man auch anders machen können. Zumal wir uns nichts vorzuwerfen haben“, sagt der Chef-Kellner.

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Papa Mi hatte erst Anfang dieses Jahres in einer ehemaligen Eisdiele an der Straße Auf dem Wall 6 eröffnet. Ronny Müller vermutet, dass Mitbewerber den Zoll auf das Restaurant angesetzt haben. „Wir sind hier sehr erfolgreich, das ruft anscheinend Neider auf den Plan“, sagt Müller.