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Weeze/Uedem: Verbund stärkt Schulen

Weeze/Uedem : Verbund stärkt Schulen

Weezes Hauptschule verzeichnet, seit sie im Verbund mit Uedem als Hanns-Dieter-Hüsch-Schule geführt wird, mehr Anmeldungen. Ein eigener Realschulzweig rückt in greifbare Nähe. Neue Räume für die Nachmittagsbetreuung.

Die Aufregung, die an anderen Schul-Standorten herrscht, wenn es um die Zukunft "ihrer" Hauptschule geht, teilt Bürgermeister Ulrich Francken nicht. Der Weezer Verwaltungschef hat diese Phase hinter sich. Vor ein paar Jahren sah das nämlich anders aus.

Da haperte es so sehr mit der Akzeptanz der damaligen Johannesschule, dass sie kurz vor dem Ende stand. Nur durch den Verbund mit der benachbarten Uedemer Hauptschule konnte das Steuer herumgerissen werden. Und jetzt stimmt der Kurs. Fürs kommende Schuljahr gibt's für beide Standorte wieder genügend Anmeldungen.

Im Herbst 2008 hatte die Bezirksregierung mitgeteilt, dass sie der einzigen weiterführenden Schule am Ort wegen zu geringer Anmeldezahlen das Fortbestehen nicht zubilligen würde, wenn diese nicht bereit wäre, mit der Uedemer Hauptschule zusammenzugehen.

Der Elternwille war bereits zuvor per Umfrage ermittelt worden. Im Ergebnis wurde eine Verbundlösung gefunden, die viel Ähnlichkeit mit dem aufweist, was jetzt vielerorts diskutiert wird: Haupt- und Realschulen zusammenfassen zu Konstrukten, die zum Beispiel Gemeinschaftsschule heißen sollen.

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Es geht nicht um den Namen

"Es kommt nicht auf den Namen der Schule oder der Schulform an, sondern auf die Inhalte. Schule sollte ein guter Ort der Förderung der Kinder sein. Unsere Jugendlichen brauchen gute Lehrer, individuelle Unterstützung, ein aktives Elternhaus und natürlich auch eine zeitgemäße Ausstattung der Schule", sagt Francken.

Deshalb seien (aus Mitteln des Konjunkturpaket II) in den vergangenen Jahren erhebliche Summen in die energetische Sanierung der Weezer Hauptschule (Dach und Fenster) investiert worden, zudem wurde der Bereich für die Übermittagsbetreuung samt großzügiger Küche ausgebaut. Nach wie vor hofft der Bürgermesiter, dass es künftig (wie schon in Uedem) auch in seiner Gemeinde mal einen Realschulzweig geben könnte. Immerhin 15 junge Weezer fahren jeden Morgen mit dem Bus nach Uedem, um die dortige Realschulklasse zu besuchen.

Zum neuen Schuljahr wurden für beide Standorte 85 Schüler angemeldet – 17 mehr (25 Prozent) als im Vorjahr. Diese Zahlen wertet Francken als gute Perspektive für die Zukunft.

Mit Strukturfragen müsse man sich vorläufig wohl nicht beschäftigen. Die Durchlässigkeit von einem Schultyp in den anderen, das betont auch Schulleiter Dirk Kreulich, ist in der Verbundschule in besonderem Maße gegeben. Bis Ende der Klasse 8 ist ein Wechsel zum Halbjahr möglich.

(RP/jul)