Uedem/Kevelaer: Unternehmerinnen spenden an Aktion Pro Humanität

Uedem/Kevelaer: Unternehmerinnen spenden an Aktion Pro Humanität

Was haben eine Frauenfilmnacht und der gute Zweck gemeinsam? Barbara Baratie, Geschäftsführerin vom Unternehmerinnen Forum Niederrhein, fällt die Erklärung leicht. Bei der Frauenfilmnacht waren 400 Frauen dabei, die nicht nur Spaß hatten und inspirierende Filme geschaut haben, sondern auch an andere gedacht haben und Geld spendeten. 4700 Euro sind so zusammengekommen. Mit je 1000 Euro werden zwei Schulprojekte gefördert. "Im Kreis Kleve sind wir schnell fündig geworden", sagt Baratie. Das Geld geht an die Gesamtschule Kevelaer-Weeze und soll das Projekt "Zweitzeugen" an die Schule bringen. Der Verein Heimatsucher hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kontakt zu Holocaust-Überlebenden aufzunehmen und deren Lebensgeschichte stellvertretend für diese Personen an Schulen weiterzutragen. In Wesel wird ebenfalls eine Schule unterstützt, um das Projekt "Zweitzeugen" durchzuführen.

Die restlichen 2700 Euro gehen an Elke Kleuren-Schryvers und die Stiftung Aktion Pro Humanität. Mit dem Geld sollen Frauen in ländlichen Regionen des Niger Mikrokredite erhalten. Davon können die Frauen Saatgut oder Tiere kaufen. Kleuren-Schryvers erzählte eindrücklich von ihrem letzten Besuch des vom Hunger gezeichneten Landes. "Stundenlang fahren sie durch Staub und Sand, plötzlich taucht ein Hektar quietschgrüne Fläche auf", beschreibt sie ihr Erleben. Angebaut wird auf den Flächen zum Beispiel Mais oder Hirse, alles was für die Ernährung essenziell ist. Kleuren-Schryvers erzählt, welche Last es zunächst für die Frauen ist, wenn sie mit dem Wenigen, was sie haben, noch ein Tier füttern, das sie aber später mit Gewinn verkaufen können. Es sei ein Projekt mit Perspektive, betont sie. "Schön ist, das Frauen von Frauen profitieren können", sagt sie in Richtung Unternehmerinnen Forum. Bereits in den vergangenen Jahren wurde Aktion Pro Humanität unterstützt.

(bimo)
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