Unternehmerfrühstück in Uedem: Neuer Kino-Spot wurde präsentiert

Uedem : „Heimspiel“ mit einem Imagefilm

Professor Dr. Peter Kisters freute sich beim Unternehmerfrühstück mit der Kreis-Wirtschaftsförderung in seiner Heimatgemeinde Uedem über die Erst-Vorstellung des nagelneuen Kreis-WfG-Kino-Spots.

(RP) Dieser kurze Filmbeitrag hat nicht nur dem Bürgermeister gefallen: „Wir können alle stolz auf unsere Hochschule sein. Sie hat uns allen viel gebracht“, äußerte sich Rainer Weber im Rahmen des  Unternehmerfrühstücks mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve begeistert. Und gesehen hatte er  einen neuen Kurzfilm, in dem Professor Dr.-Ing. Peter Kisters, gelernter Maschinenbauer, Vizepräsident für Forschung, Innovation und Wissenstransfer und Mitglied des Präsidiums der Hochschule Rhein-Waal kräftig für ein Studium in den  MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie – warb. Die Kreis-WfG hat diesen Streifen in Auftrag gegeben, finanziert von den Sparkassen und Volksbanken der Region. Und der gebürtige Uedemer Kisters – einst in Kleve gestartet mit einer vom Förderverein Campus Cleve vorangetriebenen Stiftungsprofessur – sollte  dabei sein, wenn die Präsentation sein „Heimspiel“ im Bürgerhaus unterstreicht.

35 Gäste waren es, die der  Zusammenkunft lauschten. Und Hochschul-Kanzler Michael Strotkemper, der Hauptreferent des Morgens, ließ in seiner kurzweiligen Präsentation zehn brillante Jahre vom Interimscampus in Kleve und Kamp-Lintfort angefangen bis hin zum heute strahlungskräftigen Gebäude-Ensemble Revue passieren, die keine Zweifel ließen: 470 Mitarbeitende, 7.300 Studierende, 25 Bachelor- und 11 Masterstudiengänge in vier Fakultäten sowie stetig steigende Abschluss-Zahlen auf derzeit 900 im jüngsten Jahr stehen für eine Entwicklung, die den Stolz des ersten Uedemer Bürgers rechtfertigt.

Gut 1200 neue Arbeitsplätze wurden in der  Schustergemeinde in den letzten 15 Jahren hinzugewonnen, davon alleine 376 in 2018. Nach Ansicht von Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers etwa 13 Prozent Zuwachs, „deutlich mehr als im gesamten Kreisgebiet erkennbar“. Weber streifte bei seinem  Grußwort die Themen „Wohnbauentwicklung“ und „Planung einer neuen Sportanlage“, bedauerte den langwierigen planerischen Prozess des Alleen-Radwegs Boxteler Bahn Teil II und freute sich über den stets raschen Abverkauf vorhandener Gewerbeflächen, der eigentlich schneller voranschreite als geplant als geplant werden kann. Spannend, weil städtebauliche Veränderungen hervorrufend dann Webers Informationen zur Einzelhandelsentwicklung an der Bahnhofstraße, wo ein neuer Edeka-, ein Aldi- und dm-Markt kommen werden. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist bereits auf den Weg gebracht. In zwei Jahren soll das Fachmarktzentrum bezugsfertig sein.

Ebenso unterhaltsam wie interessant dann die Interview-Runde der Kreis-WfG mit Moderatorin Nathalie Tekath-Kochs, die drei unternehmerisch Tätige als „Hidden Champions“, als versteckte Sieger eingeladen hatte. So ließ Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Klaus Aymans von der LADM Aymans Bacht & Partner mbB keinen Zweifel daran, dass die Digitalisierung zu den besonderen Herausforderungen der steuerberatenden Berufe zählt. Die Mandanten der 60 Mitarbeiter starken Kanzlei mit Standorten in Düsseldorf, Kempen, Münster, Uedem und Wuppertal sind deutschlandweit tätig und stets „auf der Suche nach ihrem Mehrwert“, so Aymans lobend. Ungeachtet dessen heiße man in Uedem im Schwerpunkt das Handwerk als Mandanten willkommen. Unlängst sei es gelungen, einen Absolventen der Hochschule  als neuen Mitarbeiter  zu gewinnen.

Detlef Stapelfeldt, Apotheken- und Centerleiter für das Katholische Karl-Leisner-Klinikum, freute sich  über ein Zehnjähriges, das des Logistikzentrums nämlich. Die zeitgerechte Lieferung an die Krankenhäuser sei dessen angenehme Pflicht, die Verantwortlichen in der Therapie unterstützend zu begleiten „eine Art Kür“, so der gelernte Apotheker. Zwölf Krankenhäuser der Region werden tagtäglich angesteuert. Zwei Rettungsdienste mit allen Notarztfahrzeugen werden beliefert und bestückt, sagt Stapelfeldt.

Patrick Proest, der Prokurist der Uedemer Proest GmbH, widmet sich im Tagesgeschäft dem Möbeldesign und dem Innenausbau. Anspruchsvolle Kunden von Düsseldorf über Köln und Bonn bis rauf in die niederländische Randstad, Amsterdam, Rotterdam und Utrecht nannte er auf die Frage nach dem Einzugsbereich. Die Suche nach Fachkräften sei ebenso schwieriger geworden wie die nach jungen Auszubildenden.

Sein Haus sehe es gerne, wenn Bewerbungen auch ein Vorab-Praktikum wünschten. Zur Stunde habe man auch noch einen Ausbildungsplatz für eine/n Bürokauffrau/-mann.

Mehr von RP ONLINE