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Unternehmerfrühstück im Ratskeller Kalkar mit Kanzler der Hochschule

Kalkar : „Gründerzentrum ein Aushängeschild“

Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz lobte beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve die Standortqualitäten. Kanzler Michael Strotkemper lieferte eine Bilanz der ersten zehn Jahre Hochschule Rhein-Waal.

(RP) Es schien zeitweise, als hätten sich die Interview-Gäste zur Freude über den Hauptreferenten einvernehmlich auf Lobeshymnen auf die Hochschule Rhein-Waal geeinigt: Wolfgang Stecking als Vice President Operation International der Silesia Gerhard Hanke GmbH & Co. KG stand unmittelbar vor der ersten Teilnahme an der Veranstaltung „Studierende treffen Wirtschaft“, die der Förderverein Campus Cleve ausrichtet und durch die das Unternehmen in der Hochschule nach jungen Nachwuchskräften suchen wolle. Michael Mausbach als Managing Director der Silesia stellte heraus, dass sein Unternehmen sich seit Jahren mit Deutschland-Stipendien ins Hochschule-Leben einbringe. Und Robert Beinio, der Geschäftsführer der bb med. product GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Kehrum, hat immer wieder Studierende als Praktikanten im Unternehmen, hat bereits sieben Bachelorarbeiten mit betreut und attestierte der Zusammenarbeit mit der Hochschule „einen hohen Mehrwert“. Michael Strotkemper, der Kanzler der Hochschule Rhein-Waal und Hauptreferent beim Unternehmerfrühstück mit der Kreis-Wirtschaftsförderung im Ratskeller Kalkar, dürfte sich gefreut haben über den derartigen Schulterschluss.

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Nathalie Tekath-Kochs hatte die Firmenchefs – darunter auch Wibke Schwevers und Volker Klaßen von Schwevers & Raab Stahl-Hochbau GmbH – in kurzweilige Interviews mit vielen sympathischen Kennenlern-Aspekten eingebunden: „Schlosser, Mechaniker, Bauzeichner und Bauleiter fehlen uns“, sagten beide und bestätigten das Bild der Gesprächspartner, dass der Fachkräftemangel auch im Kreisgebiet angekommen ist.

 Michael Strotkemper, der Kanzler der Hochschule Rhein-Waal, blickte im Ratskeller auf die letzten zehn Jahre seit Gründung zurück. Vom einstigen Feuerwerk zur Campus-Eröffnung bis zu den heutigen Erfolgszahlen reichte sein Vortrag. 7300 Studierende, 464 Mitarbeiter, davon 109 Professorinnen und Professoren, 25 Bachelor- und 11 Master-Studiengänge prägten das Zahlenwerk. Über 60 Millionen Euro fließen in jedem Jahr in die Region, weil einst die Argumente für Kleve als Hochschulstandort überzeugt haben. Stetig gestiegen ist die Zahl der erfolgreichen Absolventen. Im letzten Jahr haben 897 junge Menschen hier vor Ort ihren Abschluss gemeistert. Auch Michael Strotkempers Vortrag dürfte seinen Beitrag dazu geleistet haben, dass  Britta Schulz, die Bürgermeisterin der Stadt Kalkar, zu einem besonderen Fazit kam: „Der ländliche Raum muss an sich arbeiten. Das wissen wir alle. Aber im Zuge zunehmender Internationalisierung relativieren sich vermeintliche ländliche Standortnachteile, wie wir am Beispiel der chinesischen Investoren feststellen konnten. Die Lebensqualität, die der ländliche Raum liefert, entwickelt sich hier zu einem Standortvorteil.“

Zuvor hatte die erste Bürgerin über fünf Hektar Gewerbeflächen für Kehrum berichtet, den Beginn des Baus der Rettungswache angekündigt, sich bei der Kreis-WfG für die Ansiedlung der Weise International mit chinesischen Investoren bedankt und den Blick auf das Gründerzentrum gerichtet: „Dieses Gründerzentrum ist mit  Bruno Ketteler zu einem Aushängeschild geworden“, lobte   Schulz ihren Wirtschaftsförderer und sein Team.