Goch: Tanja live in Moskau

Goch : Tanja live in Moskau

Aus spontanen Auftritten wurden Engagements in der russischen Hauptstadt. Tanja More alias Gabriele Funcke live auf der Bühne: Die Gocherin wird für die Musik ihre Arbeit als Tennistrainerin in Kevelaer aufgeben.

GOCH/Moskau "Coyote ugly". Der Name ist Programm. Die Größe: beachtlich. Tausend Leute passen bestimmt hinein in dieses Riesen-Lokal, das gerade eröffnet wurde. Es fügt sich gut, dass der Inhaber namens Ruslan, der Bruder von Mascha Michels aus Goch ist. Und sie wiederum managt mit Feuereifer Tanja More alias Funcke, die gerade "Coyote ugly". Mädels tanzen wie im Film auf den Tischen,. "Diese Bar . . . ist die größte der Welt", sagt Mascha Michels. Trotzdem kein Lampenfieber? Nein, sagt Tanja More.

Die Gocherin, schon zum zweiten mal live in Moskau zu hören und zu sehen, hatte gar keine Zeit dazu. Kaum, dass sie sich vorgestellt hatte, gesagt hatte, sie sei aus Deutschland, die ersten Noten zum Halbplayback live gesungen hatte — da tobte der ganze Laden. Was für ein Erfolg!

Geschenke von Fans

Noch Tage später, nach der Rückkehr aus der russischen Metropole, wirken bei Tanja More die Erlebnisse in Moskau nach. Auf dem Erfolg der Live-Auftritte im vergangenen Jahr baute sie auf, zwei Engagements waren lange im Voraus gebucht.Zuhause, da zeigt sie nun die Geschenke, die sie von begeisterten Fans bekommen hat. Eine wunderschöne Balalaika, Glasfiguren, die Glück bringen sollen. Schon fürs nächste Jahr gibt es Anfragen von Moskauer Gastronomen. "Steh auf", das ist längst der Klassiker geworden.

Mit "Schampus", ihrer neuen Single, präsentiert sich eine ganz andere Tanja More. "Genau so möchte ich das ja auch", erzählt sie: "Keine Schubladen, immer wieder etwas neues probieren! No risk - no fun!"

Spaß — den hat sie. "Ich möchte mich jetzt ganz auf die Musik konzentrieren", erzählt Tanja. "Und deshalb steht meine Entscheidung fest: Im kommenden Sommer werde ich meine Tätigkeit als Trainerin bei Blau-Weiß Kevelaer beenden." Tanja More, im bürgerlichen Leben Gabriele Funcke, arbeitet seit vielen Jahren dort als Trainerin. "Meine Kiddys werde ich vermissen", sagt sie. "Darum habe ich ihnen jetzt schon versprochen, wir machen ein großes Abschiedsfest!"

"Musik ist mein Ding"

Selber weiter Tennis spielen? "Ja, das mache ich auf alle Fälle!" Im Tennis ist sie erfolgreich, und das will sie auch bleiben. Der Sport ist schließlich Teil ihres Lebens. "Aber für die Musik brauche ich einfach mehr Zeit, das ist mein Ding, das mache ich jetzt ganz intensiv." So intensiv wie eines der Alben heißt, das Gabriele Funcke alias Tanja More im Gocher Studio von Anna Joan Bake produziert hat. Da entstand auch das neue Album mit dem provozierenden Cover, da ist auch schon die nächste CD in Arbeit.

Details? Verrät sie noch nicht. Genau wie bei "Schampus". Der Grund: Sie wolle, sagt die weitgereiste Sängerin, "nämlich immer wieder für eine Überraschung gut sein."

(RP)
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