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Goch: Tagung ganz im Zeichen des Jubiläums

Goch : Tagung ganz im Zeichen des Jubiläums

Dass in Kevelaer derzeit ein besonderes Jahr herrscht, wurde auch beim Informationstag der Pilgerleiter deutlich. Das Interesse war groß. Appetit machte auch das Video zum Marienfestspiel mit der Welturaufführung.

Ein besonderes Jahr liegt hinter dem Wallfahrtsort Kevelaer, ein ganz besonderes Jahr liegt vor ihm. Das machte Pastor Rolf Lohmann, Rektor der Wallfahrt, bei der Pilgerleitertagung am Samstag deutlich. Im voll besetzten Konzert- und Bühnenhaus blickte er auf das vergangene Jahr der Barmherzigkeit mit vielen Höhepunkten zurück und stellte zugleich das Programm des gerade begonnenen Jubiläumsjahres vor.

 Johann-Peter van Ballegooy im Gespräch mit Bastian Rütten (r.).
Johann-Peter van Ballegooy im Gespräch mit Bastian Rütten (r.). Foto: Breuer / Bistum

Den Beginn der Wallfahrt vor 375 Jahren feiert Kevelaer unter anderem mit einer großen Marientracht und der Welturaufführung eines Marienfestspiels während der Festwoche im Juni.

Dass die hunderttausenden Pilger, die jährlich an den Niederrhein kommen, nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Stadt von Bedeutung sind, sagte der stellvertretende Bürgermeister Johann-Peter van Ballegooy. Das große Interesse an der Tagung sei "ein gutes Zeichen", erklärte er. Man "genieße und fördere" die Zusammenarbeit zwischen Pilgerleitung und Verwaltung sowie Politik.

"Das diesjährige Jubiläum ist für die Stadt ein Geschenk", sagte er im Gespräch mit Dr. Bastian Rütten, der die Tagung gemeinsam mit Dr. Rainer Killich moderierte. Rütten spielt bei dem Marienfestspiel eine zentrale Rolle, da er die Texte geschrieben hat. Mit einem kurzen Video wurde den Pilgerleitern Appetit auf das Großereignis auf dem Kapellenplatz gemacht.

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Pastor Lohmann wies nicht nur auf das Jubiläumsjahr hin, sondern sprach zudem über das grundsätzliche Selbstverständnis der Wallfahrt zur "Trösterin der Betrübten", als die die Gottesmutter in Kevelaer verehrt wird. "Unser Ort möchte ein Ort sein", erklärte Lohmann, "der annimmt und tröstet und der die Menschen so aufnimmt, wie sie kommen." Dennoch gelte es, neue Formen der Wallfahrt zu entdecken. Schon in seiner Predigt in der Marienbasilika hatte Lohmann - zum Fest Mariä Verkündigung - auf das Leben der Gottesmutter hingewiesen. Sie sei bereit gewesen, ihre Planungen und Vorstellungen loszulassen.

Lohmann: "Maria kann sich erwartungsvoll und offen auf das Leben, auf Gottes Willen, auf eine ungewisse Zukunft einlassen. Allzu feste Vorstellungen loszulassen, sind auch wir oft herausgefordert: sei es beim Traumberuf, der Planung des Ruhestands oder dem Wunsch nach einem perfekten Familienleben." Dies sei auch wichtig im Blick auf die Kirche, die Pilgergruppen und die Gemeinden.

"Einfach mit Vorstellungen von gestern und vorgestern geht es nicht weiter. Wir müssen loslassen können und neu aufbrechen wollen. Ein immer so weiter wie bisher wird nicht gehen", betonte Wallfahrtsrektor Lohmann in seiner Ansprache.

(cbr)