Stadtentwicklung in Goch Was wird aus den „Engländerhäusern“?

Goch · Die britischen Streiftkräfte brauchen heute die Häuser für ihre Soldaten nicht mehr. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat sie zurückbekommen und erwägt, sie demnächst der Stadt Goch anzubieten.

 An der Moyländer und Wisseler Straße nahe des Ostrings liegt die „Engländer-Siedlung“, in der nur noch wenige britische Familien leben. Die Immobilien gehören inzwischen wieder der BImA, die noch überlegt, was daraus werden soll. Interesse an den großen Flächen hat auch die Stadt Goch.

An der Moyländer und Wisseler Straße nahe des Ostrings liegt die „Engländer-Siedlung“, in der nur noch wenige britische Familien leben. Die Immobilien gehören inzwischen wieder der BImA, die noch überlegt, was daraus werden soll. Interesse an den großen Flächen hat auch die Stadt Goch.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Als vor Jahren der erste Schwung dieser Siedlungshäuser verkauft wurde, war das Interesse groß: gut gelegen, große Gärten, ein vernünftiger Wohnungszuschnitt für Familien. Und nicht zu teuer, denn sie sind ja eher schlicht, diese Häuser. Lange Zeit lebten britische Soldaten in den Gebäuden, die einst im Zusammenhang mit der Gocher Kaserne errichtet wurden und die den britischen Streitkräften auf völkerrechtlicher Grundlage zur ausschließlichen Nutzung überlassen wurden. Bewohnt sind sie allerdings schon lange nicht mehr. Bis auf eines, das den Soldatenfamilien als soziale Anlaufstelle dient. Ein halbherziger Versuch, die weißen Doppelhäuser nahe der Innenstadt zu sanieren, wurde abgebrochen, seitdem liegen sie ungenutzt da. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen: Die britischen Streitkräfte, die Deutschland inzwischen weitgehend verlassen haben, benötigen die Immobilien nicht mehr und haben sie an die Bundesanstalt für Immobilien zurückgegeben. Gut möglich, dass sie bald weiterverkauft oder auch abgerissen werden.