Streetfood-Frühling in Goch litt unter dem stürmischen Wetter

Streetfood in Goch : Sturmböen setzten dem Streetfood-Festival zu

Sturm und Regen machten der dritten Auflage zu schaffen. Samstag und Sonntag musste die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen worden.

Reichlich Kalorien sind am Wochenende auf dem Gocher Marktplatz verspeist worden. Gut 20 Imbisswagen schlugen ihre Klappen bei der dritten Auflage des Gocher Streetfood-Frühlings auf.  Von deftigem Wikingerbrot über vegane Maultaschen bis hin zu kanadischem Poutine blieb den Besuchern kein kulinarischer Wunsch unerfüllt. Umso ärgerlicher war es da, dass das Wetter  nicht mitspielen wollte. Die Unwetterwarnung für Goch bestätigte sich. Am Samstag fegten Sturmböen derart über den  Marktplatz, dass der erste Veranstaltungstag gegen 16 Uhr aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste – dabei sollten die Streetfood-Köche von 12 bis 22 Uhr kredenzen. Auch am Sonntag machte die Food-Trucks nach wenigen Stunden dicht.

„Das war sehr schade, denn bis dahin lief es trotz des Regenwetters gut. Aber durch den Sturm wurde es dann  zu gefährlich. Es flogen ja schon Zelte davon“, sagt Ivonne Kaufmann, die mit ihrem Team vom Schwabenlädle gleich zwei Foodtrucks   aufgestellt hatte. Einige Besucher fragten sich, warum das  Streetfood-Wochenende nicht im Sommer veranstaltet wird. Streetfood wird schließlich unter freiem Himmel verzehrt – Sturm, Regen und niedrige Temperaturen tun dem Genuss nur selten gut. Doch für Goch einen Termin im Sommer zu finden, ist kaum möglich: Die Terminkalender der Foodtruck-Betreiber sind  in den Sommermonaten sehr voll. „Da sind wir jedes Wochenende auf irgendeiner Veranstaltung“, sagt Kaufmann.

Auch wenn das Schlemmen aufgrund des Wetters erschwert wurde, so gaben die gut 20 Foodtruck-Betreiber doch ihr Bestes, um den Besuchern einen kulinarischen Genuss zu bereiten. Das Schwabenlädle etwa kredenzte vegane Speisen wie Linsenmaultaschen oder Spätzle aus schwarzen Bohnen. „Die Auswahl an veganen Speisen ist auf vielen Veranstaltungen noch eher dürftig, dem wollen wir mit leckerer, vegan zubereiteter Hausmannskost entgegenkommen“, sagt Ivonne Kaufmann. Aber natürlich kamen auch Fleischliebhaber voll auf ihre Kosten: „La Tapita“ beispielsweise bot  Pulled Pork-Burger an. Pulled Pork, das ist schonend gegartes Schweinefleisch, das nach der Zubereitung so zart ist, dass es zerrupft werden kann. Im Angebot hatte das „La Tapita“-Team unter anderem einen saftigen Chili Cheese-Burger. Burger gab es auch bei „Lupo’s“, und zwar aus einem originalen amerikanischen Schulbus heraus: In dem gelben Bus haben die Betreiber eine fünf Meter lange Küche installiert, in der die wuchtigen Burger etwa mit Blauschimmelkäse angerichtet werden.

Auch Freunde italienischer Kost wurden auf dem Marktplatz fündig: Das Team von „Alles Pasta“ hatte Nudeln im Angebot, die in einem Parmesanlaib zubereitet werden und daher besonders geschmackvoll daherkommen. Für den süßen Nachtisch sorgte Angel Barba Rolando mit der „süßesten Versuchung Spaniens“, den Churros. Churros, das sind in Öl gebackene Spritzgebäcke, die von Rolando und seinem Team beispielsweise mit Eis oder Schokolade angerichtet werden.

Die Besucher machten das Beste aus dem stürmischen Regenwetter, schlenderten von Wagen zu Wagen, immer auf der Suche nach einem  interessanten Streetfood-Gericht. Im nächsten Jahr soll die vierte Auflage des Streetfood-Frühlings stattfinden – dann hoffentlich  bei einem besseren Wetter.