Uedem "Streetbeat": Vom Club auf die Bühne

Uedem · Der Tanz-Wettbewerb war am Samstag im Bürgerhaus Uedem zu Gast. 130 Tänzer aus ganz Nordrhein-Westfalen kämpften bei "Street Dance" und "Hip Hop" um den Tagessieg – das große Finale findet am 4. Mai in Kleve statt.

 Holten sich den Sieg in der Kategorie Teens (unter 14 Jahren): Die Tänzerinnen der Gruppe "Golden Moves" aus Wuppertal auf der Bühne im Bürgerhaus Uedem.

Holten sich den Sieg in der Kategorie Teens (unter 14 Jahren): Die Tänzerinnen der Gruppe "Golden Moves" aus Wuppertal auf der Bühne im Bürgerhaus Uedem.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Der Bass dröhnt aus den Lautsprechern, die Gruppe auf der Bühne gibt alles: Mal kleine, kaum wahrnehmbare Bewegungen, dann springen die Mädchen der Gruppe "Golden Moves" mit einem Satz gleichzeitig hoch – das Publikum tobt. Damit haben sie sich den Tagessieg geholt, mit weitem Abstand und ganzen 214 Jury-Punkten.

Der Tanzwettbewerb "Streetbeat" war am Wochenende im Bürgerhaus Uedem zu Gast und hat eine große Portion Stimmung mit in die Schustergemeinde gebracht. Die Organisation vor Ort hatte das Jugendzentrum Focus übernommen, der Verein Streetbeat selbst kommt ursprünglich aus Kleve und veranstaltet die Wettbewerbe seit einigen Jahren in ganz Nordrhein-Westfalen. "Wir wollen auch Tänzern und Tanzrichtungen eine Plattform geben, die nicht unbedingt in Tanzvereinen oder -schulen organisiert sind", sagt Moderator Frank Rensing.

Getanzt wird in den Stilrichtungen "Street Dance" und "Hip Hop". Ob in der Gruppe oder alleine, gekämpft wird um den Tagessieg, aber auch Punkte für das Finale, die "Westdeutsche Streetdance-Meisterschaft 2013" in der Klever Stadthalle. In vier Altersklassen treten die Tänzer gegeneinander an: Kids (unter zehn Jahren), Teens (unter 14 Jahren), Juniors (unter 18 Jahren) und Adults (ab 18 Jahren). In Uedem traten aber nur drei Gruppen gegeneinander an – die kleinsten Tänzer hatten kurzfristig abgesagt. Was es braucht, um als Sieger von der Bühne zu gehen, weiß Moderator Frank Rensing: "Natürlich müssen alle synchron tanzen können, das ist die Voraussetzung. Es kommt aber auf auch die gute Mischung an. Die Begeisterung muss spürbar sein, der Funke muss von den Tänzern aufs Publikum überspringen." Nach den Auftritten gibt es direkte Resonanz von der Jury, die Teilnehmer können die Kritik noch während des laufenden Wettbewerbs einbauen. "Einige der Gruppen entwickeln sich merklich im Laufe der Monate und hören genau auf das, was ihnen gesagt wird", sagt Rensing. Viele der Bewegungen bringen sich die Tänzer selber bei, einige schauen sie auch im Fernsehen oder im Internet ab. "Am Ende geht es aber nicht darum, irgendjemandem nachzutanzen, sondern seinen eigenen Stil zu finden", sagt Rensing.

Wie knapp Entscheidungen dann am Ende ausfallen können, zeigte sich beim Herzschlag-Finale in der Altersklasse Juniors. Hier konnten sich "Funky Beatzz" aus Nettetal mit nur einem Punkt vor "The Elements" aus Holzminden durchsetzen. Das Kleverland war in Uedem ausnahmsweise nicht stark vertreten, "Cinco Ganador" aus Geldern sicherte sich Platz Drei in der Kategorie Teens.

Das große Finale, die "Westdeutsche Streetdance-Meisterschaft 2013", findet am 4. Mai in Kleve statt. Ein Tag, auf den sich Frank Rensing schon freut. "Kleve ist immer etwas Besonderes. Die Veranstaltung ist lange gewachsen, die Stimmung ist super. Auch von vielen verschiedenen Familien bekommen wir immer Besuch", sagt er.

(lukra)
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