Straßen geteert und See gereinigt fürs Fest in Neu-See-Land

Goch : Seegebiet macht sich schick fürs Fest

Noch bevor die Straßen geteert waren, wurden zwei Bushaltestellen nahe der Aldi-Baustelle aufgestellt. Dies geschah „auf Vorrat“, sagt der Zuständige bei den Stadtwerken, schließlich entstehe ein neuer Stadtteil.

Ein „halber“ Kreisverkehr an der Pfalzdorfer Straße, ein zweiter, der vorerst nicht an den Ring jenseits der Bahn angeschlossen wird – wozu gibt es da mitten in der Baustelle zwei moderne Bushaltestellen? Einen Namen hat sie auch, die Haltestelle: „Kaserne“ nämlich, so hieß der Stopp am früheren Jugendheim Astra, das jetzt Kindergarten ist, schon früher. Die Vermutung, dass die neuen Buswartestellen ein Ersatz sind für die alte, die im Zuge der Bauarbeiten entfernt wurde, bestätigt Günther Heursen. Er ist bei den Stadtwerken Goch zuständig für den Personennahverkehr.

„An dieser Haltestelle wird vorerst nur bei Bedarf das Anrufsammeltaxi halten, wie das früher auch schon war. Ob dort später auch mal reguläre Buslinien halten werden, ist Sache der NIAG. Wir haben die Haltestellen sozusagen auf Vorrat dort positioniert, schließlich entsteht in dem Bereich ein neuer Stadtteil“, erklärt Heursen. Als Anrufsammeltaxen sind Pkw oder Kleinbusse unterwegs, die man zu einem Abfahrpunkt bestellen kann und die den Fahrgast zu jedem gewünschten Punkt im Bereich Goch chauffieren. Wenn die frisch asphaltierte Straße frei gegeben ist, können Fahrzeuge den hinteren Ring als Wendekreis nutzen. „Bis dahin werden sich die Fahrer zu helfen wissen und an der Pfalzdorfer Straße halten, wenn sie bestellt werden“, ist Heursen sicher.

Heftig gearbeitet wird auf der Aldi-Baustelle links des halbfertigen Kreisverkehrs; Fundamente sind gegossen, die Ausmaße des Discount-Marktes lassen sich schon erahnen. Die neuen und künftigen Bewohner von Neu-See-Land können sich aber nicht nur ein Bild von der Infrastruktur mit Nahverkehr, Geschäft, Kindergarten und Jugendheim gleich nebenan machen,  sie sollen auch den originellen See bewundern und zum schönen Spielplatz spazieren. Der ist von jungen Familien längst entdeckt und wird beim Fest offiziell eröffnet. Wer einen Umzug erwägt, wirft bestimmt einen Blick auf den Plan, der anzeigt, welche Baugrundstücke noch frei sind. Da die Fläche in vier Abschnitten erschlossen wird, macht auch ein Blick in die etwas weiter entfernte Zukunft Sinn. Die Stadtentwicklungsgesellschaft berät gern.

In den vergangenen Tagen wurden die Uferböschungen gemäht,  überzähliges Grün wurde aus dem See gefischt. Wenn auch das Schwimmen verboten ist, so werden auf der Wasserfläche zumindest die Modellboote prima fahren können. Menschen dürfen am Sonntag den „Water Walk“ in Wasserbällen üben. Wie im Vorjahr wird wieder ein Ballon an den Kran gehängt, von dem herab Neu-See-Land und die Gegend darüber hinaus bestens betrachtet werden kann. Wer Höhenangst hat und lieber am Boden bleibt, erfreut sich stattdessen an Musik, Essen, Trinken und Geselligkeit. Nicht zuletzt  um Gespräche der (zukünftigen) Bürger untereinander geht es schließlich beim Seefest.

Bushalte am neuen Kreisverkehr Pfalzdorfer Straße. Foto: Anja Settnik
Auch der See selbst wurde auf Vordermann gebracht: Ufer gemäht, überflüssiges Grün und Algen aus dem Wasser geholt. Foto: Anja Settnik

Kinder können sich auf eine Menge Programm eigens für sie freuen: auf Bühnen-Shows mit Maus und Elefant, auf Hüpfburgen, Schminkstation und Straßenmalerei. Wer beim Wettbewerb „Ich male mir eine Stadt“ die Jury überzeugen kann, gewinnt einen kleinen Preis. Seerosen à la Monet können kreative Kids mit dem Museum Goch und einem Projektkünstler malen.

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