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Goch: Stadt und Werbering: Dauerparker im Visier

Goch : Stadt und Werbering: Dauerparker im Visier

Mit Strafen bis zu 25 Euro soll in Goch künftig für Fluktuation auf den Parkplätzen gesorgt werden.

Es gibt Menschen, die richten ihren Arbeitsablauf nach der Parkscheibe ihres Autos. Gerade in Innenstädten mit Parkscheibenpflicht ist dieses Phänomen zu beobachten. Tag für Tag dasselbe Spiel – und das geht ungefähr so: Herr Mustermann arbeitet in der Innenstadt. Natürlich parkt er mit seinem Auto gerne so nah wie möglich am Büro. Doch: hier gilt Parkscheibenpflicht. 2 Stunden gestattet die Stadt hier das Abstellen des Fahrzeuges, länger nicht. Herr Mustermann stellt die Scheibe auf halb neun. Um halb 11 jedoch ist die Parkzeit abgelaufen. Herr Mustermann hat aber erst um 12 Uhr Mittagspause. Eigentlich müsste er den Parkplatz jetzt freimachen. Nur, dann wär er ja weg, der Parkplatz. Also macht Herr Mustermann es sich leicht, stellt die Ankunftszeit auf 10.30 Uhr und kann dann locker bis 12 mit seinem Auto stehenbleiben. Dass das nicht erlaubt ist, weiß natürlich jeder. Auch Herr Mustermann.

Auf Dauerparker wie jenen Mustermann hat die Stadt Goch ab sofort ein besonders Auge. Im Rahmen von Schwerpunkt-Aktionen will das Ordnungsamt sich den Verkehrsteilnehmern widmen, die durch Weiterdrehen der Parkscheibe oftmals den ganzen Tag Parkplätze in der Innenstadt blockieren. Kassiert werden soll jedoch nicht sofort, obwohl die Stadt das Recht dazu hätte. Zunächst will die Stadt Goch die Dauerparker mit kleinen Info-Flyern auf die Ordnungswidrigkeit aufmerksam machen. Wer sich allerdings nochmal erwischen lässt, der zahlt. Und zwar 5 Euro für bis zu 30 Minuten, 10 Euro für bis zu 1 Stunde, 15 Euro für bis zu 2 Stunden, 20 Euro für bis zu 3 Stunden und 25 Euro für über 3 Stunden.

(RP)